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Neue Anreize auf Dating-Plattformen in USA sollen zu Impfung bewegen

14:54
21.05.2021
Neue Funktionen auf mehreren großen Dating-Plattformen sollen in den USA vor allem jüngere Leute zu einer Corona-Impfung bewegen. Das Weiße Haus teilte am Freitag in Washington mit, neun große Anbieter wie Tinder, Hinge und OkCupid wollten Anreize für Geimpfte einführen, um die Impfziele der Regierung zu unterstützen. Nutzer sollen in ihren Profilen angeben können, wenn sie bereits eine Impfung erhalten haben, oder gezielt nach geimpften Partnern suchen können. Tinder will auch Informationen zu nahe gelegenen Impfzentren anbieten.

Das Weiße Haus erklärte, nach einer Untersuchung der Plattform OkCupid bekämen Nutzer, die bereits geimpft seien oder dies vorhätten, 14 Prozent mehr positive Dating-Rückmeldungen («Matches»). Insgesamt haben die USA in den vergangenen Monaten in rasantem Tempo geimpft. Knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung (gut 48 Prozent) hat inzwischen mindestens eine Spritze bekommen, gut 38 Prozent sind voll geimpft. Unter Älteren sind die Zahlen deutlich höher.

Angesichts verbreiteter Impfskepsis ging das Tempo der Kampagne zuletzt aber zurück. Die Regierung nimmt nun jüngere Leute in den Blick: Die nationale Gesundheitsbehörde CDC hatte kürzlich mitgeteilt, in den Altersgruppen der 18- bis 29-Jährigen und der 30- und 39-Jährigen gebe es noch viele Ungeimpfte. Präsident Joe Biden hatte zuletzt ein neues Impfziel ausgegeben: Bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli sollen nach seinem Willen rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben.

(dpa)

RKI registriert 8769 Corona-Neuinfektionen und 226 neue Todesfälle

14:53
21.05.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8769 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 11 336 Ansteckungen gelegen. Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 67,3 an (Vortag: 68,0; Vorwoche: 96,5).

Allerdings könnte die Inzidenz ein besseres Bild der Infektionslage zeichnen, als sie tatsächlich ist. Denn aufgrund von Feier- und Brückentagen wie in der vergangenen Woche suchen dem RKI zufolge weniger Personen einen Arzt auf, wodurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die Gesundheitsämter gemeldet werden.

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 226 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 190 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3 635 162 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 374 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 87 128 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,85 (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

(dpa)

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