Letztes Update:
20210521115124

Hersteller sagen ärmeren Ländern 1,3 Milliarden Impfstoff-Dosen zu

11:50
21.05.2021
Mehrere Hersteller von Corona-Impfstoffen haben ärmeren Ländern am Freitag die Lieferung von mehr als einer Milliarde Impfdosen bis zum Jahresende zugesagt. Die Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson versprachen bei einem «Welt-Gesundheitsgipfel» in Rom insgesamt rund 1,3 Milliarden Einheiten. Die Lieferungen für Entwicklungs- und Schwellenländer sollen in der zweiten Jahreshälfte beginnen. 2022 sollen ebenfalls mehr als eine Milliarde Dosen zur Verfügung gestellt werden.

Die ärmsten Staaten sollen nur die Herstellungskosten bezahlen müssen, für Entwicklungsländer soll ein «Niedrigkostenpreis» gelten. Biontech/Pfizer will ungefähr eine Milliarde Dosen liefern, Johnson & Johnson circa 200 Millionen Dosen und Moderna etwa 95 Millionen. Die EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen habe sich im Vorfeld des Gipfels mit den Herstellern, mit denen die EU gute Erfahrungen gemacht habe, dazu in Verbindung gesetzt, hieß es aus Kommissionskreisen.

(dpa)

Studie: Corona geht mit etwas erhöhtem Risiko von Totgeburten einher

11:50
21.05.2021
Eine Corona-Infektion bei Schwangeren könnte einer Studie zufolge mit einem erhöhten Risiko einer Totgeburt einhergehen - allerdings auf relativ niedrigem Niveau. Das legen Ergebnisse nahe, die britische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift «American Journal of Obstetrics and Gynecology» veröffentlichten. Dafür untersuchten sie Geburten bei 340 000 Frauen im größten britischen Landesteil England zwischen Mai 2020 und Januar 2021.

Von diesen wurden 3527 Frauen positiv auf das Coronavirus getestet, als sie ins Krankenhaus kamen. 30 von ihnen erlitten eine Totgeburt, also verloren ihr Baby mindestens 24 Wochen nach Beginn der Schwangerschaft. Der von den Forschern ermittelte Schnitt von 8,5 je 1000 Frauen liegt deutlich über dem Schnitt von 3,4 je 1000 Frauen bei negativ getesteten Schwangeren. Ein ähnliches Bild ergab die Studie bei Frühgeburten, also einer Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche. Diese erfolgte bei 12 Prozent der Corona-Infizierten, aber nur bei 5,8 Prozent der negativ Getesteten.

Die Forscher betonten, das Risiko für Tot- oder Frühgeburten bleibe weiterhin sehr gering. Es sei aber wichtig, dass mögliche Gefahren bekannt sind.

(dpa)

Einkauf ohne Maske? Sturm der Entrüstung in sozialen Netzwerken

11:49
21.05.2021
Die umstrittenen Pläne der niedersächsischen Landesregierung, die Maskenpflicht im Einzelhandel in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 möglicherweise aufzuheben, rufen auch in den sozialen Netzwerken Empörung und Unverständnis hervor. Unter dem Hashtag «#diemaskebleibtauf» posteten viele Twitter-Nutzer, dass sie mit einer solchen Regelung nicht einverstanden wären. So hieß es beispielsweise in einem Tweet, dass das Tragen einer Schutzmaske auch «eine Geste des Anstands» sei, so lange nicht alle Impfwilligen geimpft worden seien.

Niedersachsen hatte am Freitag bereits angekündigt, nach kritischen Reaktionen den Plan zur Aufhebung der Maskenpflicht «nochmal sehr ernsthaft überdenken» zu wollen. Eine Entscheidung wurde am Nachmittag erwartet. Der Entwurf für eine kurzfristige Lockerung der Corona-Regeln sieht vor, in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 die Maskenpflicht ab Dienstag nach Pfingsten aufzuheben.

Die Meinung, dass die Maske ein Zeichen von Solidarität sei und Eigen- und Fremdschutz bedeute, wurde in den sozialen Netzwerken vielfach geteilt. In einem Tweet hieß es: «Deutschland hat die Maske zu spät aufgesetzt. Jetzt soll sie zu früh abgenommen werden. Das kostet Menschenleben.» Einige Nutzer versicherten, kein Geschäft ohne Maskenpflicht betreten zu wollen – und ihre Einkäufe lieber online erledigen zu wollen.

(dpa)

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