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Nur wenige Corona-Zweitimpfungen werden im Südwesten verschoben

03:23
20.05.2021
In den Impfzentren in Baden-Württemberg werden nur selten Termine für Zweitimpfungen gegen das Coronavirus verschoben. In der Regel würden die Zweittermine eingehalten, sagte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums in Stuttgart auf Anfrage. Zwar sei die Quote der verschobenen Termine nicht zu beziffern, da Termine auf mehreren Wegen verschoben werden könnten wie beispielsweise vor Ort, über ein Callcenter oder ein Postfach des Ministeriums. «In Relation zur Gesamtzahl der Impfungen dürfte die Quote aber nicht sehr groß sein», sagte der Sprecher. Vorverlegt werde wegen des erforderlichen Abstands zwischen der ersten und zweiten Impfung so gut wie kein Termin.

Es gebe aber durchaus Interesse an Änderungen, hieß es im Ministerium weiter. «Je mehr Impfungen erfolgen, desto mehr Menschen fragen auch nach dieser Möglichkeit», sagte der Sprecher. Er betonte aber die besondere Bedeutung der Termine: «Die Zweitimpfung ist für eine Immunisierung unbedingt notwendig. Die Zweitimpftermine sind in den Zentren für bestimmte Wochen und damit für bestimmte Lieferungen fest eingeplant.»

Die Verschiebung bereits eingetakteter Zweittermine sei mit einem massiven Aufwand verbunden. Deshalb sollten Zweitimpfungen nur aus wirklich zwingend notwendigen Gründen verschoben werden. «Zahlreiche Menschen warten noch immer auf eine Impfung, weil der Impfstoff weiterhin zu knapp ist», sagte er. «Das sollten Menschen in ihre Überlegungen immer mit einbeziehen.»

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für die Impfstoffe von Biontech und Moderna einen Abstand von sechs Wochen zwischen der ersten und zweiten Impfung. Beim Impfstoff von Astrazeneca kann der Abstand in Absprache mit dem Impfarzt zwischen vier bis zwölf Wochen liegen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson wird nur einmal gespritzt. Hinweise darauf, dass es bei Terminen für eine Impfung mit dem anfangs umstrittenen Vakzin Astrazeneca zu ungewöhnlich vielen Absagen gekommen sei, gebe es nicht. «Der Impfstoff wird gut akzeptiert», sagte der Ministeriumssprecher.

Baden-Württemberg liegt mit einer Impfquote von rund 37,3 Prozent (Stand: Mittwoch) bei den Erstimpfungen bundesweit im Mittelfeld. Gut 11,9 Prozent sind vollständig geimpft, wie aus den Daten des Impfdashboards und des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

(dpa/lsw)

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Mittwoch, 19. Mai

Verbote für zwei Corona-Gegner-Demos in Berlin mit je 16 000 Teilnehmern

19:22
19.05.2021
Zwei Demonstrationen von Kritikern der Corona-Maßnahmen in Berlin mit je 16 000 angemeldeten Teilnehmern am Pfingstwochenende sind von der Versammlungsbehörde verboten worden. Ein Polizeisprecher sagte am Mittwochabend, die Verbote fußten «primär auf dem Infektionsschutz und der prognostizierten Versammlungslage». Zuvor hatten der RBB und der «Tagesspiegel» über das Thema berichtet.

Das Verbot gelte zum einen für die Demonstration unter dem Motto «Pfingsten in Berlin» am Samstag. Dabei wollten Teilnehmer aus vier Richtungen zum Großen Stern und der Straße des 17. Juni im Zentrum der Bundeshauptstadt laufen. Ebenfalls verboten wurde die geplante Demonstration mit dem gleichen Motto und der gleichen Teilnehmerzahl, die am Sonntag am S-Bahnhof Tiergarten starten sollte, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Auch für drei weitere Protestkundgebungen in der Bundeshauptstadt über Pfingsten wurde ein Verbot ausgesprochen. Dazu zählen den Angaben zufolge zwei Veranstaltungen, die ebenfalls das Motto «Pfingsten in Berlin» haben. Die eine mit 600 angemeldeten Teilnehmern war ab 13 Uhr am Alexanderplatz geplant, die andere zeitgleich mit 1000 Teilnehmern am Potsdamer Platz.

Ebenfalls verboten wurde eine Demonstration am Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor, die von 15 bis 21 Uhr mit 500 Teilnehmern unter dem Motto «Schutz unserer Grundrechte! Für Volksentscheide, damit das Volk entscheidet» angemeldet war.

(dpa)

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