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Hamburg bleibt bei Impfpriorisierung im Impfzentrum auch nach 7. Juni

18:38
19.05.2021
Hamburg wird die Impfpriorisierung auch über die vom Bund zum 7. Juni angekündigte Aufhebung hinaus im zentralen Impfzentrum beibehalten. Dort würden kurzfristig nur noch Termine an Menschen vergeben, «die gemäß der Impfpriorisierung einen Anspruch auf eine bevorzugte Schutzimpfung haben und bereits zur Terminvereinbarung aufgerufen wurden», sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Dort stünden aber vor allem Zweitimpfungen an. «Unsere Spielräume für Erstimpfungen sind begrenzt.»

Viele Menschen hätten bisher noch gar keine Chance gehabt, einen Termin zu vereinbaren, «weil wir schlicht nicht genug Impfstoff haben», sagte Leonhard. «Wir wollen diesen Menschen weiterhin einen bevorzugten Zugang bieten, soweit möglich.» Für Schutzimpfungen in den Arztpraxen gelte ab dem 7. Juni die Priorisierung hingegen nicht mehr.

(dpa)

RKI: Indische Variante mit Anteil von zwei Prozent

17:41
19.05.2021
Bei der Verbreitung der als besorgniserregend eingestuften Coronavirus-Varianten in Deutschland hat es mehrere leichte Verschiebungen gegeben. Nach einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch ist die schon länger dominierende Variante B.1.1.7 mit einem Anteil von nun 87 Prozent an den untersuchten Proben im Vergleich zu den Vorwochen leicht zurückgegangen. Die Angabe bezieht sich auf die Woche vom 3. bis 9. Mai. Zeitweise hatte diese deutlich ansteckendere, zuerst in Großbritannien entdeckte Mutante mehr als 90 Prozent ausgemacht.

Die in Indien entdeckte Variante B.1.617 wird laut Bericht in Deutschland zunehmend nachgewiesen, aber auf weiterhin niedrigem Niveau: Das RKI schreibt von einem geringen Anteil von 2 Prozent, in der Woche zuvor waren es 1,5 Prozent. Sie ist in mehrere Untervarianten aufgespalten. Insgesamt sei der Anteil von B.1.617 geringer als in Großbritannien, wo die Variante aktuell in etwa 6 Prozent der untersuchten Proben gefunden werde, heißt es.

Nach wochenlang unauffällig niedrigen Werten hat hingegen die südafrikanische Variante B.1.351 etwas zugelegt, von einem auf drei Prozent. Erklärungsansätze dafür waren nicht angegeben. Die in Brasilien zirkulierende Variante P.1 bleibt laut Bericht sehr selten, mit einem Anteil von 0,3 Prozent.

Besondere Aufmerksamkeit erfordere der seit etwa Mitte April stark steigende Anteil von Nachweisen der indischen Untervariante B.1.617.2, heißt es im Bericht. Genau diese verbreitet zunehmend auch in Großbritannien. Es gibt laut RKI epidemiologische Hinweise darauf, dass diese Untervariante eine erhöhte Übertragbarkeit aufweist. Diese besorgniserregende Untervariante und ihre Verbreitung stünden unter besonderer Beobachtung, auch wenn die absolute Anzahl der Nachweise in der untersuchten Woche in Deutschland weiterhin im zweistelligen Bereich liege.

Das RKI weist darauf hin, dass die Gesamtzahl der ans Institut übermittelten Gesamtgenomsequenzen im Vergleich zu den Vorwochen gesunken sei. Da noch mit Nachmeldungen gerechnet werde, könnten sich die Variantenanteile nachträglich ändern.

(dpa)

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