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Indische Coronavirus-Variante in Velbert - 189 Personen isoliert

13:11
18.05.2021
Im Fall der rund 200 Menschen unter Quarantäne in Velbert ist bislang bei einem Bewohner die indische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Bereits seit Sonntag sind 189 Personen aus zwei Hochhäusern unter Quarantäne gestellt, wie der Gesundheitsdezernent des Kreises Mettmann, Marcus Kowalczyk, am Dienstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Alle Bewohner der beiden Häuser im Stadtteil Birth seien nun getestet worden.

Bislang lagen bereits 19 positive Corona-Tests aus vier Familien in den beiden Häusern vor. Die als besonders ansteckend geltende indische Variante wurde aber nur in einem Fall nachgewiesen. Am Dienstagnachmittag erhielt der Kreis 97 Ergebnisse von allen 189 Personen, die sich der Reihentestung am Sonntag und Montag unterziehen mussten. Bei sechs Personen, die bereits unter den 19 positiv Getesteten waren, bestätigte sich der Befund. Die übrigen 91 Proben fielen negativ aus. 92 Ergebnisse standen noch aus. Bis zum Sonntag sollen sich alle Bewohner der Häuser zwei weiteren Tests unterziehen.

«Bis die positiven Corona-Befunde auf die indische Variante untersucht sind, dauert es aber ungefähr sieben Tage», stellte Kowalczyk klar. Wie lange die Isolation der Bewohner aufrecht erhalten werden muss, konnte er noch nicht sagen. Zuvor hatten mehrere Medien über den Corona-Ausbruch in Velbert berichtet.

Vor Ort kümmert sich den Angaben zufolge das Deutsche Rote Kreuz (DRK) um die Versorgung der Bewohner. Die indische Corona-Variante war zuvor von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «besorgniserregend» eingestuft worden. Laut Experten könnte sie bis zu 50 Prozent ansteckender sein als die britische Variante.

(dpa)

Ungarn verlängert Corona-Notstand

12:14
18.05.2021
Ungarn verlängert den Corona-Notstand offiziell bis zur neuen Sitzungsperiode des Parlaments im Herbst. Das beschloss die Volksvertretung in Budapest am Dienstag auf Antrag der rechtsnationalen Regierung von Viktor Orban. Das Notstandsgesetz schafft den Rahmen dafür, dass die Regierung Verordnungen erlassen darf, die unter normalen Umständen vom Parlament gebilligt werden müssten.

Die Regierung begründete die Maßnahme damit, dass sichergestellt werde, dass bereits geltende Verordnungen mit Ablauf des aktuellen Notstands am 22. Mai nicht ungültig werden. Die Opposition wiederum beanstandete, dass die Regierung den mit der Pandemie begründeten Notstand für Verordnungen missbrauche, die nichts mit der Seuchenbekämpfung zu tun hätten.

In Ungarn ist die Corona-Ansteckungsdynamik bedeutend zurückgegangen, die 14-Tage-Inzidenz war aber zuletzt mit 193,66 Fällen pro 100 000 Einwohner die höchste in der EU. 5,7 Millionen Ungarn wurden bisher gegen Corona geimpft, 2,7 Millionen davon bereits mit der zweiten Dosis - bei einer Gesamtbevölkerung von knapp zehn Millionen. In Ungarn werden auch die von der EU nicht zugelassenen Vakzine Sputnik aus Russland und Sinopharm aus China verimpft.

(dpa)

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