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Verband: Deutlich weniger Corona-Labortests als in Vorwochen

11:42
18.05.2021
Die Zahl der Labortests auf das Coronavirus in Deutschland ist laut einem Verband im Vergleich zu den Vorwochen deutlich zurückgegangen. Vom 10. bis 16. Mai seien etwa 933 000 PCR-Tests erfasst worden, rund 160 000 weniger als in der Woche zuvor, sagte Michael Müller, Vorstandschef der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), am Dienstag in einer Videoschalte. Er berief sich auf Daten von 178 Laboren bundesweit. Seit Anfang April hatten die wöchentlichen ALM-Testzahlen zwischen rund 1,0 und 1,2 Millionen gelegen. Es ist denkbar, dass die stark gesunkene Zahl an Tests auch zum Rückgang der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz beigetragen hat.

Als Gründe für die Entwicklung vermutet der Verband eine gestiegene Inanspruchnahme von Schnelltests sowie Effekte durch den Feiertag (Christi Himmelfahrt) am 13. Mai und den Brückentag, an denen viele Arztpraxen geschlossen hatten. Die Zahl der durchgeführten Schnelltests wird nicht erfasst. Positive Schnelltests sollen zwar im Labor überprüft werden, aber genaue Daten fehlen laut ALM. Müller sprach von einem Anteil falsch-positiver Schnelltests von 30 bis 50 Prozent. Das bedeutet, dass sich viele Menschen trotz positiven Schnelltests erst beim genaueren PCR-Test als nicht infiziert herausstellen. Es ist umgekehrt auch möglich, dass Schnelltests bei Infizierten nicht anschlagen.

In der dritten Woche in Folge entwickelt sich der Anteil positiver PCR-Tests nach den ALM-Daten rückläufig: Nachdem die sogenannte Positivrate in der Woche vom 19. bis 25. April noch bei 13,25 Prozent gelegen hatte, gibt der Verband sie nun mit 8,8 Prozent an. Das deutet insgesamt - trotz der zuletzt geringeren Zahl an Tests - auf ein nachlassendes Infektionsgeschehen hin.

Die Kapazitäten der Labore waren vergangene Woche weniger als zur Hälfte ausgelastet. Die Daten repräsentieren nach ALM-Angaben etwa 90 Prozent des Testgeschehens bundesweit.

(dpa)

Außengastronomie und Einzelhandel in Hamburg dürfen wieder öffnen

11:33
18.05.2021
Nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen und dem Neustart an Schulen und Kitas hat Hamburgs rot-grüner Senat weitere Lockerungen bei den Corona-Auflagen auf den Weg gebracht. Unter anderem dürfen am Wochenende unter strengen Auflagen die Außengastronomie und der Einzelhandel wieder öffnen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Dienstag im Anschluss an eine Senatssitzung sagte.

Voraussetzung für das Shoppen ist jedoch eine nach Ladengröße begrenzte Kundenzahl und die Abgabe persönlicher Daten zur Kontaktnachverfolgung. Das gilt auch für die Außengastronomie, bei der maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen dürfen. Negative Corona-Tests seien nicht erforderlich, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz stabil bei unter 50 bleibe. Ursprünglich sollte die Außengastronomie frühestens Anfang Juni wieder öffnen dürfen.

Zudem sollen sogenannte körpernahe Dienstleistungen und der praktische Fahrunterricht wieder möglich sein. Dort sind jedoch negative Corona-Tests vorzulegen. Nach dem Stufenplan der rot-grünen Regierung sollen zu Pfingsten auch wieder fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen können und die abstandsunabhängige Maskenpflicht in Parks und Grünanlagen wegfallen. Am 28. Mai sollen unter strengen Auflagen Theater wieder öffnen und Konzerte gestattet sein.

In Hamburg war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Montag erstmals seit Mitte Oktober 2020 wieder unter die Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gefallen. Am Dienstag betrug sie 43,5.

(dpa)

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