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Frankreichs Museen öffnen wieder: Von Koons bis Picasso und Rodin

11:31
18.05.2021
Jeff Koons in Marseille, Picasso im Rodin-Museum und Rodin im Picasso-Museum: Nach mehrmonatiger coronabedingter Schließung öffnen Frankreichs Museen mit neuen bedeutenden Ausstellungen wieder ihre Türen. So präsentiert das Mucem (Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers) ab Mittwoch (19. Mai) einige der bedeutendsten Werke von Jeff Koons, der seit der Versteigerung der stählernen Hasenskulptur «Rabbit» im Mai 2019 für rund 81 Millionen Euro der teuerste lebende Künstler ist.

Gezeigt werden unter anderem seine Stahlplastik «Balloon Dog», die einem Hund aus Luftballons gleicht, und sein berühmtes «Hanging Heart», ein Stahlherz mit Schleife. Ihnen hat das Museum am Alten Hafen von Marseille rund 300 Werke aus seiner reichen Sammlung von Alltagsgegenständen aus verschiedenen Epochen gegenübergestellt. Denn Koons Arbeiten aus Stahl und Aluminium sind von der Waren- und Konsumwelt inspiriert, wie die bis zum 18. Oktober dauernde Ausstellung illustriert.

In Paris gehört «Picasso-Rodin» zu den großen Werkschauen, die ab 19. Mai zu sehen sind. Dabei handelt es sich um eine Doppelausstellung und das erste gemeinsame Projekt der beiden Museen. So sind im Picasso-Museum Skulpturen und Papierarbeiten von Rodin (1840-1917) zu sehen, im Rodin-Museum Gemälde und Plastiken von Picasso (1881-1973).

Ziel der bis zum 2. Januar 2022 dauernden Doppelschau ist es, nicht nur den Einfluss Rodins auf Picasso zu zeigen, der die Formensprache des Bildhauers anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 entdeckte. Damals richtete Rodin im Pavillon de l'Alma eine große Einzelausstellung aus. Die Doppelschau veranschaulicht auch die einzigartige ästhetische Innovationskraft der beiden Künstler.

(dpa)

Covid-Impfzertifikat: EU-Länder und EU-Parlament ringen um Details

11:31
18.05.2021
Wenige Wochen vor dem geplanten Start eines europaweit gültigen Covid-Impfzertifikats im Juni streiten Vertreter des Europaparlaments und der EU-Staaten noch über die Details. Am Dienstagabend (18.00 Uhr) sollen sich Unterhändler der beteiligten Institutionen treffen. Falls es keine Einigung geben sollte, könnten am Mittwoch und Donnerstag weitere Verhandlungsrunden folgen, teilte die portugiesische Ratspräsidentschaft mit. Das südeuropäische Land hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der EU-Länder inne.

Das Zertifikat soll ein fälschungssicherer Nachweis für eine Corona-Impfung, einen frischen Test oder eine überstandene Covid-Erkrankung sein. Ziel ist einfacheres Reisen in Europa. Diskutiert wurde in den vergangenen Tagen unter anderem darüber, welchen Status frisch Getestete haben sollen und wer für die Kosten der Tests aufkommt. Das EU-Parlament setzte sich für kostenlose Tests ein. Die Einmischung des EU-Parlaments wollen allerdings nicht alle EU-Staaten, weil dies in die Kompetenz der Länder fällt. Außerdem ging es um die Frage, ob das Zertifikat automatisch Reisefreiheit in Europa bedeutet oder ob und wie die EU-Staaten einschränken können.

(dpa)

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