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Corona beendet den Siegeszug der Currywurst in der Kantine

09:34
18.05.2021
Die Currywurst hat in der Corona-Krise ihre seit Jahrzehnten unangefochtene Spitzenposition als beliebtstes Essen in den deutschen Betriebskantinen verloren. Im Pandemiejahr 2020 sicherte sich stattdessen der Klassiker Spaghetti Bolognese den Spitzenplatz, wie der Catering-Dienstleister Apetito am Dienstag mitteilte. Die Curry-Wurst war 28 Jahre lang die Nummer eins im Ranking.

Die Pandemie machte sich für Apetito allerdings nicht nur durch veränderte Essensvorlieben in den coronabedingt ohnehin zeitweise geschlossenen Kantinen bemerkbar. Insgesamt lagen die Umsätze der Firmengruppe zu der auch der Tiefkühlkost-Hersteller Costa Meeresspezialitäten gehört, 2020 mit gut einer Milliarde Euro zwar auf Vorjahresniveau. Doch veränderten sich die Anteile der einzelnen Geschäftssegmente am Umsatz deutlich. Im Geschäft mit Kindertagesstätten, Schulen und Betriebsrestaurants musste der Konzern wegen des Lockdowns und des Homeoffice-Booms deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen.

Um so besser lief allerdings das direkte Geschäft mit den Verbrauchern. Vor allem der Bereich Essen auf Rädern, also die Verpflegung von Seniorinnen und Senioren zuhause, wuchs stark - in Deutschland um 23 Prozent. Auch die Tiefkühlkost-Tochter Costa erzielte ein deutliches Wachstum.

Das Online-Geschäft habe in der Pandemie ebenfalls erheblich an Bedeutung gewonnen, berichtete Vorstandssprecher Guido Hildebrandt. «Unsere Online-Shops, unser Kundenportal und unsere Apps verzeichnen so hohe Umsatz- und Nutzerzahlen wie nie zuvor. Mit unseren Online-Shops für die Verpflegung von Senioren zuhause haben wir 2020 unseren Umsatz verdoppelt», berichtete er. Für das laufende Geschäftsjahr strebt Apetito trotz der anhaltenden Pandemie eine «positive Geschäftsentwicklung» an.

(dpa)

Sozialministerium beklagt Mangel an Corona-Impfstoff

08:06
18.05.2021
Das Sozialministerium hat den weiterhin bestehenden Mangel an Corona-Impfstoff im Südwesten beklagt. «Es hatte die Aussage gegeben, im Mai komme soviel Impfstoff, dass wir kaum noch wissen würden, wohin damit», sagte Layla Distler, Leiterin der Stabsstelle Impfen des Sozialministeriums, im Gespräch mit der «Badischen Zeitung» (Dienstag) in Bezug auf eine Äußerung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

In den Impfzentren habe man deshalb mit der vollen Kapazität geplant. Den Großteil des Impfstoffs benötige man nun aber für die Zweitimpfungen und könne weniger Termine für Erstimpfungen bereitstellen, so Distler. Auch die niedergelassenen Ärzten signalisierten, mehr impfen zu können. Auch dort stünden zunehmend Zweitimpfungen an. Derzeit wird laut Distler über die Impfstoff-Lieferungen für das dritte Quartal des Jahres verhandelt.

Das für die Corona-Impfungen zuständige Personal im Ministerium wurde indessen stark ausgebaut. Von anfangs drei Leuten seien nun 60 bei der Stabsstelle Impfen, die auch aus anderen Häusern unterstützten, sagte Distler. Momentan plane man Impfaktionen in sozial benachteiligten Gebieten. Zudem arbeiteten Distler und ihr Team daran, das Vorhaben des Bundes umzusetzen, dass alle Schüler über zwölf Jahre bis nach den Sommerferien mindestens eine Erstimpfung bekommen. «Dafür wurde uns auch zusätzlicher Impfstoff in Aussicht gestellt», so Distler.

(dpa/lsw)

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