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20210517130257

Pakistan hebt mehrere Corona-Beschränkungen auf

13:02
17.05.2021
In Pakistan haben Behörden mehrere Corona-Beschränkungen angesichts sinkender Infektionszahlen aufgehoben. Tausende Menschen reisten am Montag nach den Eid-Feiertagen zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan wieder zurück an ihre Arbeitsorte, nachdem öffentlicher Verkehr wieder erlaubt worden war. Märkte öffneten erneut vollständig und Büros dürfen nun wieder mit 50 Prozent der Mitarbeiter besetzt werden. Die Einschränkungen waren Anfang Mai vor allem mit Blick auf die Eid-Feiertage verhängt worden, zu denen sich viele Menschen treffen.

In der vergangenen Woche wurde in dem südasiatischen Land ein Rückgang der Neuinfektionen verzeichnet. Bisher wurden in dem Land mit 220 Millionen Einwohnern mehr als 880 000 Infektionen und mehr als 19 600 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert.

(dpa)

7500 Zuschauer beim Spiel von Hansa Rostock im Ostseestadion erlaubt

13:01
17.05.2021
Zum letzten Saisonspiel des FC Hansa Rostock in der 3. Fußball-Liga gegen den VfB Lübeck werden am kommenden Samstag 7500 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen. «Es geht darum, mögliche Fanmassen vor dem Stadiongelände mit in das Stadion zu nehmen. Hier versprechen wir uns eine gezielte und bessere Lenkung von Zuschauerströmen», sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Montag in Schwerin. Das Kabinett werde am Dienstag eine Entscheidung treffen. Der Tabellenzweite Rostock kann am Samstag den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen.

Der Verein habe ein gutes Konzept entwickelt, das mit Stadt und Polizei abgestimmt ist, sagte Sport- und Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). «Ich sage aber auch ganz deutlich: Die Fans tragen eine hohe Verantwortung – innerhalb und außerhalb des Stadions. Die Regeln sind einzuhalten.» Komme es zu Ausschreitungen, schade das dem Verein enorm.

(dpa)

Beauftragter warnt vor Vernachlässigung der Pflege-Ausbildung

12:58
17.05.2021
Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat vor Abstrichen bei der Pflegeausbildung in der Corona-Krise gewarnt. Er bekomme Rückmeldungen zu steigenden Abbrecherquoten, weil Auszubildende merkten, dass in Zeiten einer Pandemie nicht die Ausbildung an erster Stelle stehe, sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium am Montag. Ausbildung sei aber keine Wertschöpfung. Zeit für Praxisanleitung müsse abgesichert werden. Wichtig sei auch, Auszubildende beim Umgang mit kritischen Situationen wie Sterben und unheilbaren Krankheiten aufzufangen.

Der Bevollmächtigte stellte mehrere Vorschläge vor, um Bedingungen von Pflegekräften und Pflegebedürftigen insgesamt zu verbessern. So sei der Leistungskatalog der Pflegeversicherung zu komplex und häufig nicht verständlich. Leistungen müssten endlich flexibel je nach Lebenssituation passend abgerufen werden können, um auch die Lage jüngerer Pflegebedürftiger zu verbessern. Sie müssten sich derzeit zu oft passende Lösungen «basteln», weil Versorgungsangebote fehlten. Es könne zudem nicht sein, dass Menschen Angst davor hätten, aus Kostengründen in bestimmte Wohnformen gezwungen zu werden.

Mit Blick auf die Pflege zu Hause mahnte Westerfellhaus eine rechtssichere Ausgestaltung der 24-Stunden-Betreuung an, die oft osteuropäische Kräfte leisten. Bisher gebe es rechtliche Risiken bis hin zur Strafbarkeit bei Arbeitszeiten, sozialer Absicherung, der Qualifikation oder Haftungsfragen. Als Unterstützung für pflegende Angehörige sollte es neben Möglichkeiten zur Freistellung im Beruf auch eine Geldleistung geben. Mit ambulanten Pflegediensten sollte es regelmäßige Feedback-Gespräche geben - bisher schreckten viele Menschen davor zurück, Wünsche oder Beschwerden zu äußern.

In der Debatte um eine bessere Bezahlung in der Altenpflege betonte Westerfellhaus, es brauche flächendeckende faire Tarifverträge - aber etwa auch familienfreundliche Arbeitszeiten und stabile Dienstpläne. Zugleich sei parallel eine Kostenbegrenzung für Pflegebedürftige nötig. Mehrkosten für gute Arbeitsbedingungen seien von der gesamten Gesellschaft zu tragen.

(dpa)

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