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Corona-Kosten für Großbritannien steigen auf 372 Milliarden Pfund

12:54
17.05.2021
Wegen der Corona-Pandemie erwartet der britische Rechnungshof enorme Belastungen für die Steuerzahler. Die geschätzten Kosten für die Krisenreaktion der Regierung zwischen Februar 2020 und Ende März 2021 betrügen 372 Milliarden Pfund (431 Mrd Euro), wie der Rechnungshof am Montag in London mitteilte. Das seien 100 Milliarden Pfund mehr als der im Januar errechnete Betrag. Davon seien 172 Milliarden Pfund bereits ausgegeben worden. Inbegriffen sind 26 Milliarden Pfund Kredite, die voraussichtlich abgeschrieben werden müssten.

Am meisten Geld stellt die Regierung demnach für die Wirtschaft bereit. Für Programme wie Kurzarbeit und andere Unterstützung für Unternehmen werden demnach 151 Milliarden Pfund fällig. Der Gesundheits- und Sozialsektor wird mit 97 Milliarden Pfund unterstützt, für Selbstständige und Einzelpersonen sind 55 Milliarden vorgesehen. Hinzu kommen 65 Milliarden Pfund für die Unterstützung anderer öffentlicher Dienste sowie von Notfallmaßnahmen. Eingerechnet wurden dabei etwa höhere Kosten für Personal, Überstunden und Homeoffice-Ausrüstung wie Büromöbel und Computer.

Die Vorsitzende des zuständigen Parlamentsausschusses, Meg Hiller, sagte, der Betrag treibe ihr die Tränen in die Augen. «Angesichts der enormen Summen und einer Regierungsgarantie für Kredite im Wert von mehr als 90 Milliarden Pfund steht die Regierung vor einem langen Weg zur Erholung», sagte die Politikerin von der oppositionellen Labour-Partei. Die öffentliche Rechenschaftspflicht sei noch nie so wichtig gewesen.

(dpa)

Bericht: Definitiv keine Zuschauer bei Saisonfinale des FC Bayern

12:53
17.05.2021
Der FC Bayern München muss wie erwartet auch sein letztes Heimspiel der Saison ohne Zuschauer bestreiten. Nachdem Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge vor gut einer Woche den Wunsch nach einem Fan-Comeback geäußert hatte, erteilte diesem das Kreisverwaltungsreferat eine Absage. «Nach derzeitiger Rechtslage sind bis 02.06.2021 keine Spiele mit Zuschauer*innen möglich», teilte die Behörde der «Abendzeitung» am Montag mit. Eine Sonderregelung für den letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg komme nicht in Betracht.

Damit bekommen einige Protagonisten des Rekordmeisters wie Trainer Hansi Flick oder die Abwehrspieler David Alaba, Jérôme Boateng und Javi Martinez auch keinen Abschied vor Zuschauern - sie alle werden die Bayern im Sommer verlassen. Außerdem wird es wie schon im Vorjahr wegen Corona keine Meisterfeier auf dem Rathausbalkon geben.

(dpa)

Niederlande: Am Mittwoch zweite Runde der Lockerungen

12:52
17.05.2021
In den Niederlanden steht der zweiten Runde von Lockerungen der Corona-Maßnahmen nichts mehr im Wege. Die Lage bei Neuinfektionen und Aufnahmen in Krankenhäuser habe sich deutlich verbessert, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Montag in Den Haag. «Der weitere Schritt ist zu verantworten.» Die Regierung hatte in der vergangenen Woche bereits die Lockerungen angekündigt, aber von sinkenden Infektionszahlen abhängig gemacht.

Ab Mittwoch dürfen nun Zoos und Vergnügungsparks wieder öffnen, ebenso wie Fitnessstudios und Musikschulen. Prostituierte dürfen wieder Kunden empfangen, und auch die Gaststätten im Außenbereich von 6 bis 20 Uhr täglich Speisen und Getränke servieren - das war bisher nur von 12 bis 18 Uhr erlaubt. Museen, Bibliotheken, Kinos und Theater bleiben aber weiterhin geschlossen. Auch haben Schüler von weiterführenden Schulen und Studenten nur an einem Tag pro Woche Präsenzunterricht.

Auf 100 000 Einwohner kommen zur Zeit etwa 223 Neuinfektionen in sieben Tagen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt diese Sieben-Tage-Inzidenz bei 83. Pro Tag werden zur Zeit etwa 136 Covid-Patienten aufgenommen, das sind etwa 25 Prozent weniger als in der vergangenen Woche.

(dpa)

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