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20210514183345

Großbritannien wird wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft

15:50
14.05.2021
Die Bundesregierung stuft Großbritannien trotz niedriger Infektionszahlen ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. Grund ist das «zumindestens eingeschränkte Vorkommen» der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Die Variante B.1.617.2 hat in Indien zu dramatischen Infektionszahlen beigetragen. Die Nachbarländer Sri Lanka und Nepal werden von der Bundesregierung am Sonntag ebenfalls hochgestuft: Sri Lanka zum Risikogebiet und Nepal zum Virusvariantengebiet, der höchsten Risikostufe, für die weitgehende Reisebeschränkungen gelten.

Es gibt aber auch neun Länder und Regionen, die am Sonntag auf der Corona-Risikoskala zurückgestuft werden - vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet: Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Estland, Ukraine, Jordanien, Libanon und die Palästinensischen Autonomiegebiete. Wer von dort einreist, muss nicht mehr zwingend in Quarantäne, sondern kann stattdessen bei Einreise einen negativen Test vorweisen.

Mit den Kanarischen Inseln wird außerdem ein weiteres beliebtes Urlaubsziel der Deutschen ganz von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Das hat für Touristen aber keine praktischen Auswirkungen mehr, da die Quarantänepflicht für von dort zurückkehrenden Urlauber mit Inkrafttreten einer neuen Einreiseverordnung bereits am Donnerstag gefallen ist. Die Testpflicht beim Rückflug nach Deutschland gilt weiter.

(dpa)

Industrie sieht Öffnungsperspektiven positiv

15:21
14.05.2021
Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) sieht in den Öffnungsschritten nach der Corona-Zwangspause eine Perspektive für die Tourismusbranche. «Endlich zeigt sich auch für die vielen seit fast sieben Monaten geschlossenen Unternehmen der Gastro-, Hotel und Tourismusbranche ein Silberstreif am Horizont», sagte Vizepräsidentin Marjoke Breuning am Freitag in Stuttgart zur neuen Corona-Verordnung des Landes. Und der mittelständische Fachhandel könne sich eine zusätzliche Möglichkeit eröffnen, die dringend benötigten «Spontankunden» für auskömmliche Geschäfte zurückzugewinnen.

Zugleich mahnte der Verband erneut mehr Planungssicherheit an. «Öffnungen müssen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter ohne Wenn und Aber planbar und verlässlich sein.» Da der Großteil der Kreise aktuell noch über einem Inzidenzwert von 100 liege, sei dies nicht gegeben und es gelten weiterhin Regelungen wie beispielsweise Terminvereinbarung und Kontaktnachverfolgung im Einzelhandel, lediglich Abholangebote der Gastronomie sowie touristische Schließungen. Neuer Gastro- und Einkaufstourismus drohten. «Öffnungen müssen dabei so unbürokratisch wie möglich sein – gerade schwer corona-belasteten kleinen Branchenbetrieben kann keine neue Bürokratie neben den bereits vorhandenen Hygiene- und Schutzauflagen aufgebürdet werden.»

(dpa/lsw)

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