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Polizei löst verbotene Treffen in Gaststätten auf

13:28
14.05.2021
Wegen zu lauter Musik ist die Polizei auf ein verbotenes Treffen in einer Gaststätte im Bodenseekreis aufmerksam geworden. Die Streife traf Donnerstagnacht in dem Gasthaus in Meckenbeuren sechs stark alkoholisierte Menschen an. Sie wurden von den Polizisten nach Hause geschickt und wegen Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen zur Anzeige gebracht, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte.

Auch in Schwäbisch Hall musste die Polizei am Feiertag ein Treffen von mehreren Menschen im Außenbereich einer Gaststätte auflösen. Der Betreiberin der Gaststätte drohe nun eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Verordnung, hieß es.

Solche Einsätze könnten allerdings bald der Vergangenheit angehören: Am Freitag traten entsprechende Änderungen in der Corona-Verordnung des Landes in Kraft und machen ab Samstag Lockerungen in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit möglich. Liegen die Corona-Zahlen in den Kreisen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf zum Beispiel die Außen- und Innengastronomie zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen.

(dpa/lsw)

Jugendherbergen können zu Pfingsten die ersten Urlauber begrüßen

12:46
14.05.2021
Rechtzeitig zu den Pfingstferien in Baden-Württemberg machen sich auch die Jugendherbergen in den weniger virusbelasteten Regionen bereit für einen Neustart. Nach monatelanger Corona-Zwangspause und einer komplett verhagelten Jahresbilanz sollen die ersten Häuser am Freitag der kommenden Woche (21. Mai) auch für Urlauber öffnen, wie das Deutsche Jugendherbergswerk am Freitag mitteilte. «Die Kinder und Jugendlichen brauchen dringend einen Tapetenwechsel. Unsere Jugendherbergen sind bestens vorbereitet», sagte DJH-Landesgeschäftsführer Jörg Hoppenkamps.

Nach der neuen baden-württembergischen Corona-Verordnung dürfen Jugendherbergen in Städten und Kreisen für Touristen öffnen, wenn dort an fünf Tagen in Folge die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner unter dem Wert von 100 liegt. Das betrifft für das Pfingstwochenende unter anderem die Jugendherbergen in Baden-Baden, Heidelberg, Breisach, das Haus am Schluchsee und etwas später auch Konstanz (ab 23.05.2021).

Im vergangenen Jahr hat die Corona-Pandemie tiefe Spuren in den Bilanzen der Jugendherbergen hinterlassen. Klassenfahrten wurden untersagt, Gruppenreisen storniert, Herbergen zum Teil komplett und über Monate geschlossen oder zu Notunterkünften und Ambulanzen umfunktioniert. Die Folge: Die Zahl der Übernachtungen in den 47 Jugendherbergen im Südwesten war um etwa 75 Prozent eingebrochen. Besonders schmerzhaft war dabei der Rückgang bei den Schulklassen um fast 93 Prozent, bei den Freizeitgruppen waren es 80 Prozent.

(dpa)

Wieder einkaufen mit Termin oder App in Tübingen

12:20
14.05.2021
Tübingen öffnet die Geschäfte wieder: Seit Freitag können die Kunden in der Universitätsstadt mit kleineren Einschränkungen einkaufen gehen. Vor dem ein oder anderen großen Laden bildete sich kurzfristig eine kleine Schlange - so auch vor der Verkaufsstelle eines großen Modekonzerns.

Nicht nur in der Studentenstadt öffneten die Geschäfte wieder, sondern im ganzen Landkreis Tübingen. Sie dürfen nun wieder mit Termin Kunden empfangen, teilte das Rathaus mit. Dies sei möglich, da die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, im Kreis Tübingen fünf Tage in Folge unter 150 lag. Am Donnerstag lag die Inzidenz im Kreis Tübingen bei 101,5.

Zum Einkaufen sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest Pflicht. Wie beim Tübinger Modellversuch «Öffnen mit Sicherheit», das am 24. April wegen der Bundesnotbremse beendet wurde, sollen dazu mehrere Teststationen die Arbeit aufnehmen. Mehrere solche Stationen sind im Stadtgebiet verteilt. An ihnen herrschte am Brückentag normaler Betrieb. Wer bereits vollständig geimpft oder nachweislich von einer Corona-Erkrankung genesen sei, müsse sich nicht testen lassen. In den Läden gelten Abstands- und Hygieneregeln unter anderem mit Begrenzung der Kundenzahl.

Beim Neustart soll die Luca-App zur digitalisierten Kontaktnachverfolgung eine tragende Rolle spielen, wie es heißt. Wer ein Geschäft betritt, kann sich durch das Scannen eines dort angebrachten QR-Codes mit der Luca-App einchecken.

Tübingen hatte mit dem Pilotprojekt «Öffnen mit Sicherheit» für Furore gesorgt, weil es besondere Freiheiten in der Pandemie erlaubte. Als die Bundesnotbremse in Kraft trat, wurde es beendet.

(dpa)

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