Letztes Update:
20210511140039

Lockerungen könnten in BaWü am Donnerstag notverkündet werden

13:40
11.05.2021
Ungeachtet des Regierungswechsels in dieser Woche arbeiten die baden-württembergischen Ministerien an Lockerungen der Corona-Regeln. «Das Öffnungs-Konzept wird gerade juristisch in eine Verordnung gegossen und zwischen den Ressorts abgestimmt», teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart am Dienstag mit. Klappt alles wie geplant, könnten die Lockerungen am Donnerstag notverkündet werden und am Freitag in Kraft treten. «Je nach Inzidenz könnten dann am Samstag die ersten Öffnungsschritte im Land vollzogen werden.» Entscheiden müssen das die Behörden vor Ort abhängig von der dortigen Corona-Lage. Nach SWR-Informationen könnten Besuche in Biergärten und Hotels möglich werden - jedoch nur in wenigen Kreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz mehrere Tage unter 100 liegt.

(dpa)

Ex-Nationalspieler Michael Ballack an Corona erkrankt

12:50
11.05.2021
Der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack ist an Corona erkrankt. Das berichtete der ehemalige Fußball-Profi in einer Pressekonferenz der Telekom am Dienstag, bei der das Unternehmen das Programm für seine Plattform «MagentaTV» für die Fußball-EM in einem Monat vorstellte. Wegen seiner Erkrankung war Ballack zu der Präsentation in der Münchner Allianz Arena online zugeschaltet. «Ich bin leider in Quarantäne, mich hat es erwischt», berichtete der 44-Jährige. «Ich habe Symptome einer leichten Grippe gespürt. Jetzt geht es mir wieder etwas besser.»

Für die EM verpflichtete die Telekom Ballack als Experten neben Ex-Europameister Fredi Bobic und den früheren Bundesliga-Trainer Manuel Baum.

(dpa)

Verband: Konflikte um Corona-Schutzmaßnahmen bedrohen Schulfrieden

12:21
11.05.2021
Gegner der Corona-Politik bedrohen aus Sicht des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) den Schulfrieden. Lehrer müssten sich neben der schwierigen Organisation des Unterrichts und der Corona-Tests auch mit aggressiven Eltern herumschlagen, sagte VBE-Landeschef Gerhard Brand am Dienstag. «Der gesellschaftliche Konflikt um die Corona-Schutzmaßnahmen wird auch an den Schulen ausgehandelt und teilweise gezielt in sie hereingetragen», sagte er.

«Das Regelungschaos der Politik befeuert diesen Konflikt noch zusätzlich», fügte er hinzu und forderte das Kultusministerium auf, klare Haltung gegen Übergriffe zu zeigen und Betroffenen juristische und psychologische Hilfe anzubieten.

Hintergrund ist eine Befragung des VBE und des Forsa-Instituts. Demnach kennt fast jeder fünfte Lehrer im Südwesten Kollegen, die wegen Corona-Schutzmaßnahmen verbal angegriffen wurden. Laut der Umfrage waren sechs Prozent selbst Opfer solcher Attacken. Nach weiteren Ergebnissen sind 22 Prozent der Befragten Fälle bekannt, in denen Lehrpersonal über das Internet angegriffen wurde; 9 Prozent waren selbst betroffen. Zwei Prozent der Lehrer berichteten von Fällen tätlicher Gewalt gegen Kollegen, weil sie die vorgegebenen Corona-Schutzregeln umsetzen. Unter den 1500 befragten Pädagogen waren 200 aus dem Südwesten.

Vor allem die Eltern machten den Lehrern Probleme - rund 90 Prozent derjenigen, die über unmittelbare Attacken berichteten, gaben an, dass diese von Vätern und Müttern ausgehen. Nur 30 Prozent nannten Schüler als Konfliktverursacher.

(dpa)

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