Letztes Update:
20210511115057

Experte: Riech- und Schmeckstörung durch Corona kann lange andauern

11:49
11.05.2021
Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufgrund einer Corona-Infektion kann nach Angaben eines Experten monatelang anhalten. Bei 80 bis 95 Prozent der betroffenen Corona-Infizierten sei der Riech- und Geschmackssinn innerhalb von ein oder zwei Monaten wieder normal oder fast wieder normal, sagte der Mediziner Thomas Hummel der Deutschen Presse-Agentur. Bei 5 bis 20 Prozent aber dauere es länger. «Das geht dann über Monate oder Jahre», sagte Hummel, der Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Riechen und Schmecken am Universitätsklinikum Dresden ist. «Bei manchen aus dieser Gruppe kommt er auch gar nicht wieder.»

Plötzlich auftretende Riech- und Schmeckstörungen gelten nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie mittlerweile als eines der bekanntesten Symptome einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus. Viele Infizierte klagen darüber. Insgesamt könne man sagen, dass etwa 50 Prozent der Menschen mit einer Corona-Infektion eine Riech- oder- Schmeckstörung entwickelten, erklärte Hummel. Wahrscheinlich seien es sogar noch etwas mehr.

(dpa)

Robert Koch-Institut forscht in Kupferzell zu Corona-Langzeitfolgen

11:17
11.05.2021
Forscher des Robert Koch-Instituts (RKI) kommen im Juni erneut ins hohenlohische Kupferzell. Bei einer Folgeuntersuchung wollen sie herausfinden, welche Langzeitfolgen eine Sars-CoV-2-Infektion haben kann und wie lange sich Antikörper nachweisen lassen. Das RKI rechnet mit 400 bis 600 Teilnehmern, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Kuperzell war zu Beginn der Pandemie einer der Corona-Hotspots in Baden-Württemberg. Nach einem Konzert am 1. März 2020 war es zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen gekommen. Bei der anschließenden Studie «Corona Monitoring lokal» hatte das Team des RKI bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund keine Antikörper finden können. Mehr als 2200 Einwohner wurden von Mai bis Juni 2020 untersucht und befragt. Nach Angaben des Hohenlohekreises hatten sich fast vier Mal mehr Kupferzeller mit dem Coronavirus infiziert als zuvor bekannt. Im Herbst setzte das RKI seine Studie in Kupferzell fort.

Teilnehmer der vorhergehenden Untersuchungen werden nun erneut eingeladen. Sie können sich freiwillig befragen lassen und eine Blutprobe abgeben.

(dpa/lsw)

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