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20210511112047

Handelsverband: Einkauf mit Termin bringt nur halb so viel Umsatz

10:45
11.05.2021
Beim Einkaufen mit Termin tragen die Kunden längst nicht so viel Geld in die Läden wie in normalen Zeiten. Betroffene Händler machen nur halb so viel Umsatz wie gewohnt, wie eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland ergab. Wenn Kunden zum Einkauf einen negativen Corona-Test mitbringen müssen, liegt demnach die Umsatzeinbuße bei 60 Prozent.

«Deshalb müssen die Corona-Hilfen jetzt schnellstmöglich komplett ausgezahlt werden», forderte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag. Bei der Mehrzahl der Befragten stünden noch Zahlungen aus. 2021 sei für sie bislang ein katastrophales Jahr gewesen. Besonders groß seien die Existenzsorgen im Bekleidungs- und Schuhhandel.

(dpa)

Ifo-Institut: Branchen bewerten Corona-Hilfen unterschiedlich

10:43
11.05.2021
Die besonders von der Corona-Krise betroffenen Branchen bewerten die Corona-Hilfen des Bundes unterschiedlich. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten bundesweiten Konjunkturumfrage des Ifo-Institutes in Dresden hervor. «Die Hilfen kommen zumindest im Gastgewerbe an», so Joachim Ragnitz von der Dresdner Niederlassung. Dementsprechend positiv fielen die Bewertungen aus. Laut Umfrage waren im Gastgewerbe neun von zehn Unternehmen berechtigt, die sogenannten November- und Dezemberhilfen des Bundes zu beantragen. Bei mehr als 80 Prozent der Firmen seien sie bereits komplett ausgezahlt worden. Die Firmen bewerteten die Hilfen mit der Schulnote 2,4.

Anders hingegen stellte sich die Lage im Einzelhandel dar. Laut Ifo-Institut waren nur etwa fünf Prozent der befragten Unternehmen berechtigt, November- und Dezemberhilfen zu beantragen. Die meisten Einzelhändler mussten kurz vor Weihnachten schließen. Mehr als 40 Prozent der befragten Firmen hatten nach eigener Einschätzung aber Hilfsbedarf. Dementsprechend bewertete der Einzelhandel die November- und Dezemberhilfen nur mit der Schulnote 4,6. Auch die sogenannte Überbrückungshilfe III, die seit Februar beantragt werden kann, schnitt mit der Note von 4,3 nicht viel besser ab.

Insgesamt gaben die befragten Unternehmen den Corona-Hilfen die Schulnote 3,9. Für die Analyse befragte die Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts 1020 Unternehmen im Handel sowie 1550 Firmen im Dienstleistungsbereich bundesweit.

(dpa)

Pflegekräfte wollen für bessere Bedingungen demonstrieren

10:43
11.05.2021
Pflegekräfte wollen an diesem Mittwoch für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne demonstrieren. Die größte Aktion anlässlich des internationalen Tags der Pflegenden soll mit 1000 angemeldeten Teilnehmenden vor dem Roten Rathaus in Berlin stattfinden, wie die Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Berlin mitteilte. Es herrsche große Erbitterung darüber, dass versprochene Verbesserungen noch nicht auf den Weg gebracht worden seien.

Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler machte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür verantwortlich. So weigere sich Spahn, verbindliche Personalvorgaben für die Krankenpflege auf den Weg zu bringen. Ein Instrument zur Personalbemessung von Krankenkassen und Kliniken solle frühestens 2025 vorliegen.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, sagte: «Es muss uns gelingen, schnellstmöglich Veränderungen im Pflegesystem herbeizuführen.» Nötig seien bessere Rahmenbedingungen für professionell Pflegende und eine stärkere Entlastung der pflegenden Angehörigen.

(dpa)

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