Letztes Update:
20210511105637

Experte: Riech- und Schmeckstörung durch Corona kann lange andauern

10:40
11.05.2021
Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufgrund einer Corona-Infektion kann nach Angaben eines Experten monatelang anhalten. Bei 80 bis 95 Prozent der betroffenen Corona-Infizierten sei der Riech- und Geschmackssinn innerhalb von ein oder zwei Monaten wieder normal oder fast wieder normal, sagte der Mediziner Thomas Hummel der Deutschen Presse-Agentur. Bei 5 bis 20 Prozent aber dauere es länger. «Das geht dann über Monate oder Jahre», sagte Hummel, der Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Riechen und Schmecken am Universitätsklinikum Dresden ist. «Bei manchen aus dieser Gruppe kommt er auch gar nicht wieder.»

Plötzlich auftretende Riech- und Schmeckstörungen gelten nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie mittlerweile als eines der bekanntesten Symptome einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus. Viele Infizierte klagen darüber. Insgesamt könne man sagen, dass etwa 50 Prozent der Menschen mit einer Corona-Infektion eine Riech- oder- Schmeckstörung entwickelten, erklärte Hummel. Wahrscheinlich seien es sogar noch etwas mehr.

(dpa)

Viele drängen nach draußen - Landwirte und Naturschützer warnen

10:40
11.05.2021
Die Natur ist im Stress - mit dem dritten Corona-Lockdown drängen Erholungssuchende in Wald, Feld und Flur. Landesbauernverband und Landesnaturschutzverband haben am Dienstag Spaziergänger, Sportler und Hundehalter gemeinsam zur Rücksichtnahme aufgerufen, um Wildtiere zu schützen und keine Schäden anzurichten.

«Es häufen sich die Beschwerden aus der Landwirtschaft, dass immer mehr Menschen beispielsweise Gras und aufwachsendes Getreide zertreten, Hundekot und sonstigen Müll zurücklassen. Vielen scheint nicht bewusst zu sein, dass es sich dabei um Lebens- und Futtermittel handelt», teilte Bauernpräsident Joachim Rukwied mit. Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wie Wiesen und Äckern gilt den Angaben nach von März bis November ein Betretungsverbot - sowohl für Menschen als auch für Hunde. Wer sich dem widersetzt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 15 000 Euro rechnen.

Gerhard Bronner, Vorsitzender des Landesnaturschutzverbands, warnte vor Querfeldein-Spaziergängen. Sie könnten Wildtiere aufschrecken. Vogeleltern könnten ihre Gelege zurücklassen und Jungtiere durch dauernde Störungen in Lebensgefahr geraten. Hunde sollen den Verbandsvertretern zufolge angeleint und Wege nicht verlassen, Taschentücher, Flaschen, Dosen, Scherben und anderer Abfall in Mülleimern entsorgt oder mitgenommen werden.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mahnte zu respektvollem Verhalten im Forst und nahe den 1,4 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzten Flächen im Land. Der Wald sei kein großer Freizeitpark oder bloße Kulisse für einen schönen Ausflug, sondern ein komplexes Ökosystem, sagte er. Äcker, Weiden und Wiesen seien Grundlage heimischer Lebensmittelerzeugung und Rückzugsort wildlebender Tierarten wie Feldhase oder Rebhuhn. «Eine bewirtschaftete Wiese ist kein Ort für ein sommerliches Picknick und ein Feldweg ist kein Parkplatz.»

(dpa/lsw)

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