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20210511104213

Flugsicherung im Corona-Jahr mit herben Gebührenverlusten

09:14
11.05.2021
Die Deutsche Flugsicherung hat in der Corona-Flaute der Luftfahrt herbe Gebührenverluste erlitten. Dem Rückgang der kontrollierten Flüge um 56,2 Prozent im vergangenen Jahr standen nahezu ebenso hohe Einnahmeverluste von zusammen rund 560 Millionen Euro gegenüber, wie die bundeseigene Gesellschaft am Dienstag in Langen bei Frankfurt berichtete.

Die Kosten konnten aber nicht im gleichen Maße reduziert werden. Unabhängig vom Verkehrsaufkommen müssten 70 Prozent der Fluglotsen und 90 Prozent der Techniker zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur an Bord sein, erläuterte der neue DFS-Chef Arndt Schoenemann. Die Flugsicherung rechnet zunächst mit weiterhin niedrigen Flugbewegungszahlen. Erst im Jahr 2025 könne voraussichtlich das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht werden.

(dpa)

Weil verteidigt Tourismus-Öffnung zunächst nur für eigene Einwohner

09:14
11.05.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Öffnung des Tourismus zunächst nur für die Einwohner des eigenen Bundeslandes verteidigt. Ziel der sogenannten Landeskinderregelung sei es, die Gästezahlen in dieser Anfangsphase noch sehr überschaubar zu halten, sagte Weil am Dienstag im Landtag in Hannover. Außerdem lägen die Länder, aus denen typischerweise viele Gäste nach Niedersachsen kommen, etwa 30 Prozent über den unterdurchschnittlichen niedersächsischen Infektionswerten. «In dieser allerersten Phase wollen wir deswegen das Risiko von Einträgen von außen noch beschränken.» Vor allem aus Nordrhein-Westfalen kommen viele Urlauber nach Niedersachsen.

Weil stellte aber eine schnelle Öffnung des Tourismus für auswärtige Gäste in Aussicht. «Wir sind aber zuversichtlich, bereits mit der nächsten Verordnung Anfang Juni nach einer erfolgreichen Anfangsphase dann die Landeskinderregelung wieder aufheben zu können.» Die IHK Niedersachsen (IHKN) hatte am Vortag ein Aufheben der Landeskinderregelung gefordert. Für viele Hoteliers seien Urlauber aus anderen Bundesländern überlebenswichtig.

(dpa)

Staatsminister Roth: Grünes Zertifikat hat herausragende Bedeutung

09:14
11.05.2021
Europastaatsminister Michael Roth hat die «herausragende Bedeutung» des sogenannten grünen Zertifikats für einfacheres Reisen in Europa betont. «Das ist nicht nur wichtig für Tourismusländer, es ist nicht nur wichtig für einige wenige», sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Brüssel. Vielmehr sei das geplante Zertifikat «für uns alle wichtig, weil es ein ganz bedeutendes Symbol ist, dass wir handlungsfähig sind, dass wir zusammenstehen.» Auch sei es ein Zeichen für die Freizügigkeit und Mobilität in der EU. «Hier sollten wir ein klares Signal setzen: Es geht voran.»

Die EU-Staaten und das Europaparlament verhandeln im Moment über die Details des grünen Zertifikats, das die EU-Kommission im März vorgeschlagen hatte. Das Dokument soll sowohl digital als auch auf Papier ausgegeben werden. Es soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Infektionen festhalten können und EU-weit anerkannt werden. Herzstück des Zertifikats soll ein digital lesbarer Barcode sein, über den die relevanten Informationen etwa am Flughafen abgerufen werden können. Allerdings bleibt es den EU-Staaten selbst überlassen, ob sie Geimpften, Getesteten oder Genesenen bei der Einreise weiter Test- oder Quarantänepflichten auflegen.

Ziel ist, dass das Zertifikat pünktlich zur Sommersaison ab Juni einsatzbereit ist. Er hoffe, dass man in den Verhandlungen in den nächsten Wochen zu einer «vernünftigen Lösung» komme, sagte Roth.

(dpa)

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