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20210511091652

Italiens Corona-Kommissar: Impf-Zweifel mit Hausärzten lösen

09:13
11.05.2021
Italiens Corona-Kommissar hat für die Impfkampagne gegen Covid-19 mehr Aufklärung über die Impfstoffe gefordert. «Es ist wichtig, die Nachricht zu verbreiten, dass alle Impfstoffe wirksam sind», sagte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, im Interview der Zeitung «La Stampa» (Dienstag). Es gebe viele Impfgegner, aber es zeige sich auch ein Problem mit Menschen, die speziell beim Corona-Vakzin von Astrazeneca Zweifel haben.

Figliuolo will deshalb nach eigener Aussage auf die Einbindung der Hausärzte in die Impfkampagne setzen, weil die Patienten ihnen vertrauten und so Unsicherheiten beseitigt werden könnten. Er rechnet demnach mit etwa 43 000 Ärzten, die mitimpfen könnten. «Wenn alle Ärzte zehn Vakzine am Tag verabreichen würden, kämen 430 000 Dosen hinzu», rechnete er vor. Weitere 100 000 Dosen könnten durch rund 20 000 Apotheken beigesteuert werden, die Italien schon länger plant, in die Impfkampagne mit einzubinden.

In dem Mittelmeerland mit rund 60 Millionen Einwohnern wurden Stand Dienstagmorgen bislang etwa 24,5 Millionen Corona-Impfungen verabreicht. Etwa 7,56 Millionen Menschen sind vollständig geimpft, was knapp 13 Prozent der Bevölkerung entspricht.

(dpa)

Umfrage: Pöbeleien gegen Lehrer wegen Corona-Maßnahmen

09:13
11.05.2021
Viele Lehrerinnen und Lehrer berichten wegen der Umsetzung von Corona-Maßnahmen an Schulen von Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen. In einer repräsentativen Forsa-Befragung unter 1500 Lehrkräften im Auftrag der Bildungsgewerkschaft VBE gaben 22 Prozent an, dass ihnen an der eigenen Schule entsprechende direkte Angriffe auf Lehrkräfte im «Zusammenhang mit der Durchsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen» bekannt sind. Von Beschimpfungen und Bedrohungen über E-Mail oder Chats berichteten 25 Prozent.

Zum allergrößten Teil gingen die Angriffe demnach von Eltern aus, zum Teil kämen sie aber auch von Erwachsenen, die gar keine Kinder an der Schule hätten oder von Organisationen, die sich gegen die Corona-Maßnahmen aussprechen. Am häufigsten betroffen sind der Umfrage zufolge Grundschulen, am wenigsten Gymnasien.

Als Beispiele nannte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann am Dienstag Drohungen beim Elternabend, eskalierende Gespräche, Briefe und Drohungen mit Strafanzeigen und Berufsverboten. Lehrer und Schulleitungen würden dafür angegriffen, ihrer Arbeit nachzukommen und die verordneten Infektionsschutzmaßnahmen umzusetzen. «Das darf so nicht hingenommen werden.» Die Kultusministerien seien in der Verantwortung, die Beschäftigten an Schulen zu schützen.

(dpa)

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