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20210511042758

WHO Europa: Corona-Pandemie mit Folgen für Fettleibigkeit bei Kindern

04:26
11.05.2021
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet, dass die Coronavirus-Pandemie auch zu mehr Fettleibigkeit unter Kindern führen wird. Das in Kopenhagen ansässige Regionalbüro geht davon aus, dass die Schließung von Schulen und Lockdowns negative Folgen für Ernährung und Bewegung von Kindern haben könnten, etwa durch den fehlenden Zugang zu Schulmahlzeiten und mangelnde körperliche Aktivität. Vorbeugemaßnahmen müssten deshalb während der Pandemie eine Priorität erhalten, forderte das Büro.

«Covid-19 könnte unter Umständen einen der beunruhigendsten Trends in der WHO-Region Europa verstärken - zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern», erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Übergewicht und Fettleibigkeit stünden in direkter Verbindung mit lebensbedrohlichen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. Um den kommenden Generationen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, müssten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Daten basierende Maßnahmen umgesetzt werden, die eine gesündere Ernährung und körperliche Betätigung förderten und dabei helfen könnten, Fettleibigkeit bei Kindern zu verringern.

Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten WHO-Bericht hervorging, lebt in manchen Ländern der Region jedes dritte Kind im Alter von sechs bis neun Jahren mit Übergewicht oder Fettleibigkeit. Am größten ist dieses Problem in den Mittelmeerstaaten, wo sich die Situation demnach aber langsam bessert: Unter anderem Griechenland, Italien, Portugal und Spanien zeigten einen abnehmenden Trend. Der Bericht basiert auf den jüngsten verfügbaren Daten aus 36 Ländern aus den Schuljahren 2015/16 und 2016/17. Deutschland war nicht darunter.

(dpa)

Zuwachs an Pflegekräften in Kliniken: 18 500 mehr als vor Corona

04:25
11.05.2021
Die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern ist nach einem Medienbericht in der Pandemie deutlich gestiegen: von Oktober 2019 bis Oktober 2020 um 18 500. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag) unter Berufung auf eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit berichtet, arbeiteten im Herbstmonat des vergangenen Jahres in den Kliniken insgesamt 710 663 Pflegerinnen und Pfleger. «Darunter sind Neueinsteiger und Rückkehrer sowie Pflegekräfte aus dem Ausland. Wir haben jeden eingesetzt, den wir bekommen konnten», sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem RND.

Nach seiner Einschätzung wird sich der steigende Trend fortsetzen. «Aus dem Ausland erwarte ich in den kommenden Monaten einen weiteren Schub an Pflegekräften», sagte Gaß. Denn wegen der Pandemie hätten viele Pflegekräfte, die gerne in Deutschland arbeiten möchten, nicht einreisen können.

Die Bundesagentur hatte auf den Trend bereits im März hingewiesen, hatte da aber noch keine Zahlen für 2020 vorliegen. Sie hatte mit dem Hinweis auf die Entwicklung in Deutschland Angaben des Weltbunds der Krankenschwestern und Krankenpfleger (ICN) in Genf relativiert, der mitgeteilt hatte, dass der Druck der Corona-Pandemie zahlreiche Pflegekräfte in aller Welt zur Aufgabe ihres Berufs zwinge. Der Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hatte vor einer ähnlichen Entwicklung in Deutschland gewarnt.

(dpa)

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