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Modellregion: Erste Touristen erreichen Sylt und St. Peter-Ording

15:01
01.05.2021
Nach rund sechs Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie sind am Samstag auf Sylt wieder Urlauber angekommen. Die größte deutsche Nordseeinsel gehört zur touristische Modellregion Nordfriesland. Unter strengen Auflagen wird der Tourismus dort wieder hochgefahren - aber alles unter dem Vorbehalt, dass die Infektionen nicht stark zunehmen. Auch nach Amrum und St. Peter-Ording kamen am Samstag zahlreiche Urlauber.

Nachdem die Autozüge am frühen Morgen zunächst nur wenige Fahrzeuge auf die Insel gebracht hatten, wurde es am Mittag deutlich voller. «Beim Syltshuttle sind die Züge seit dem Vormittag bis zum späten Nachmittag voll ausgelastet», sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Auch der blaue Autozug des privaten Bahnkonzerns Railroad Development Corporation erreichte Sylt mit deutlich mehr Autos auf den Verladedecks. «Wie erwartet ist die Anreise zur Mittagszeit sehr lebhaft», sagte eine Sprecherin. «Unsere Fähren sind jetzt am Mittag ordentlich gefüllt, Plätze sind aber noch frei», sagte der Geschäftsführer der FRS Syltfähre. Die Fahrgäste kämen aus ganz Deutschland, darunter Menschen aus Köln, Duisburg, Wolfsburg sowie Kassel.

Nordfriesland ist eine von vier touristischen Modellregionen in Schleswig-Holstein. Die Projekte sollen zunächst einen Monat dauern mit der Option auf Verlängerung. In der Schleiregion und Eckernförde läuft das Modell bereits, Büsum und die Lübecker Bucht sollen folgen. Touristen in Nordfriesland müssen sich jetzt etwa alle 48 Stunden testen lassen.

(dpa)

Rund jeder 1000. Bundesbürger an oder mit Corona gestorben

13:47
01.05.2021
Mehr als ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie in Deutschland ist rein rechnerisch bald jeder tausendste Bundesbürger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen meldete, starben bisher 83 082 Menschen an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2. Bei rund 83,2 Millionen Einwohnern ist das rechnerisch etwa einer von 1000 Bundesbürgern.

Im Zusammenhang mit der Prüfung und schließlich erneuten Freigabe des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte auch Clemens Wendtner kürzlich davor gewarnt, die Gefahren einer Infektion zu unterschätzen. Manche Menschen würden vergessen, wie tödlich Covid-19 ist, sagte der Chefarzt der München Klinik Schwabing. Auch er verwies darauf, dass während der Epidemie bislang etwa einer von 1000 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit Corona gestorben sei. «Wir sehen, dass die meisten direkt an Covid-19 gestorben sind», betonte er mit Blick auf Erfahrungen in seiner Klinik.

In den vergangenen Jahrzehnten hat in Deutschland keine andere Infektionskrankheit binnen eines Jahres so viele Tote gefordert. Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 kostete nach Schätzungen rund 25 100 Menschen in Deutschland das Leben. Das war nach einer RKI-Analyse die höchste Zahl an Grippetoten in den vergangenen 30 Jahren. Im Unterschied zu Covid-19 können Grippezahlen jedoch nur durch Übersterblichkeit geschätzt werden. Denn Patienten sterben meist an den Folgen einer Influenza wie zum Beispiel schweren Lungenentzündungen. Grippeviren selbst sind dann im Körper oft nicht mehr nachweisbar.

(dpa)

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