Letztes Update:
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Testpflicht für Schüler in Hotspots ab 19. April

16:20
07.04.2021
Schüler und Lehrer im Südwesten müssen sich künftig in Regionen mit hohen Infektionszahlen testen lassen, um am Präsenzunterricht teilzunehmen. Wer in der Woche ab 12. April in die Schulen zurückkehrt, kann sich noch freiwillig testen lassen, wie das Kultusministerium am Mittwoch in einer Handreichung an die Schulen mitteilte. Vom 19. April an gilt dann eine Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Das Ministerium spricht von einer «indirekten Testpflicht». Ein negatives Testergebnis sei «Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung». Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, kehren alle Klassenstufen aller Schularten ab dem 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurück.

(dpa/lsw)

Söder: Zweifel an EM-Spielen mit vielen Zuschauern in München

15:27
07.04.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit kaum eine Chance auf ein gefülltes Münchener Stadion während der Fußball-Europameisterschaft. «Im Moment kann ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen mit großartigen Zuschauerzahlen zu operieren, es dauert ja nicht mehr lange», sagte Söder im Interview der RTL/ntv-Redaktion. Im Stadion des FC Bayern sollen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Co-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgerichtet werden.

«Ich halte auch nichts davon, wenn auf europäischer Ebene diskutiert wird: Es findet nur dort statt, wo möglicherweise Zuschauer komplett zugelassen werden», sagte Söder. Bis zu diesem Mittwoch mussten München und die weiteren elf EM-Gastgeberstädte ihre Konzepte für die Ausrichtung der Partien bei der Europäischen Fußball-Union UEFA einreichen.

Sollte München von der UEFA zur Zulassung von Fans verpflichtet werden, würde dies laut Söder «auch bei der deutschen Bundesregierung» auf Widerstand treffen. «Wir haben jetzt wirklich in der Frage der sogenannten Geisterspiele gute Erfahrung gemacht», sagte Söder. Bayerns Ministerpräsident wies jedoch daraufhin, dass sich trotz aller Sicherheitsmaßnahmen immer wieder Spieler mit Corona infiziert hätten.

Die bayerische Landeshauptstadt hofft hingegen weiter auf Spiele vor Publikum. Dafür gebe es «verschiedenen Szenarien, was mögliche Zuschauer im Stadion betrifft», hatte sie am Vortag mitgeteilt. Es sei «denkbar und wünschenswert, dass bei den vier Spielen in München Zuschauer im Stadion sein können».

(dpa)

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