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DFL zur Quarantäne-Problematik in der 2. Liga: «Beobachten permanent»

15:26
07.04.2021
Angesichts der zunehmenden Corona-Problematik in der 2. Liga weist die Deutsche Fußball Liga erneut darauf hin, dass verpflichtende Quarantäne-Trainingslager für alle Teams ausdrücklich nicht ausgeschlossen sind. «Sollte es in der kommenden Zeit zu einer Neu-Bewertung (...) kommen, wird die DFL darüber informieren», sagte ein Sprecher des Dachverbandes der 36 Proficlubs am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Das DFL-Präsidium hatte erst am Dienstag mitgeteilt, dass man eine derartige Maßnahme «aus medizinischer Perspektive derzeit nicht für notwendig» halte. Im Gespräch war eine Trainingslager-Quarantäne zunächst im April, um in Zeiten von steigenden Infektionszahlen die Ansteckungsgefahr weiter zu reduzieren. Die DFL hatte aber gleich darauf hingewiesen, dass sie sich einen entsprechenden Beschluss zu einem späteren Zeitpunkt während der laufenden Runde vorbehalte.

«Die Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb wird die Situation weiterhin permanent beobachten – auch vor dem Hintergrund der erst in der vergangenen Woche erfolgten Konzept-Verschärfung mit verpflichtenden Antigen-Schnelltests an Trainings- beziehungsweise Reisetagen», sagte der DFL-Sprecher nun. «Für eine sinnvolle medizinische Bewertung der Wirksamkeit dieser Maßnahme liegt die Konzept-Verschärfung noch nicht lange genug zurück.»

Gerade zum Saisonende hin hat der Profifußball kaum noch Ausweichmöglichkeiten für Nachholspiele, wenn die Bundesliga am 22. Mai und die 2. Liga am 23. Mai beendet werden soll. Nach der DFL-Präsidiumssitzung am Dienstag hatten sich die Zweitliga-Teams des Karlsruher SC und des SV Sandhausen wegen positiver Tests in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen.

(dpa)

Söder wirbt für spezielle Impfangebote an jüngere Politiker

15:25
07.04.2021
Angesichts steigender Ansteckungsgefahren durch neue Corona-Varianten hält CSU-Chef Markus Söder Impfungen für Politiker unter 60 Jahren für angebracht. «Wir müssen auch überlegen, noch mal tatsächlich in den nächsten Wochen, ob wir nicht noch ein paar Impfdosen übrig haben, wenn die Zahl wächst, um die Funktionsfähigkeit beispielsweise eines Landtags aufrecht zu erhalten, oder des Bundestages», sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch nach der Sitzung des Kabinetts in München. «Nach meiner Überzeugung müssen die Parlamente in dieser Situation absolut handlungsfähig sein.»

Bislang erhalten auch Politiker in Deutschland ihre Impfangebote nur entsprechend der geltenden Impfreihenfolge, maßgeblich ist hier also meist das Alter. Das bedeutet, dass Personen unter 60 Jahren derzeit nur in Ausnahmen, etwa wegen des Berufs, schon geimpft werden können.

Für Söder birgt das aber eine Gefahr, denn durch die gesteigerte Ansteckungsgefahr könne es in Parlamenten schnell geschehen, dass sich «eine halbe Fraktion» infiziere. Mit Impfangeboten für jüngere Politiker könne dagegen für Krisensitzungen die Handlungsfähigkeit der Demokratie gewährleistet werden.

(dpa)

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