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20210414121032

Hausärzteverband: Zunächst nur wenige Impfdosen verfügbar

08:50
06.04.2021
Die Corona-Impfungen in Arztpraxen werden aus Sicht des Hausärzteverbands eher schleppend anlaufen. Die Hausärzte seien zwar startklar und es hätten sich 35 000 Praxen gemeldet, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt am Dienstag im rbb-Inforadio. Es gebe aber anfangs nur wenig Impfdosen. «Das ist etwas, worüber wir nicht ganz glücklich sind, dass wir zunächst im Schnitt ungefähr 20 Dosen pro Praxis bekommen pro Woche. Das ist ein bisschen wenig.» Pilotpraxen, die seit März impfen, hätten in der Routine 60, 70 - auch um 100 - Patienten in der Woche gut impfen können, sagte er. Er erwarte aber, dass die Hausarztpraxen zeitnah deutlich mehr Impfdosen bekommen.

Allein im April werden mehr als 15 Millionen Dosen hierzulande erwartet. Und damit mehr, als im gesamten ersten Quartal gespritzt wurden, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erläuterte. Im zweiten Quartal sollen insgesamt 70 Millionen Dosen anrollen.

Wenn die Impfkampagne bei den Hausärzten voll angelaufen ist, könnten die Impfzentren aus Sicht des Hausärztechefs bald überflüssig sein, sagte er. «Ich glaube, dass die Menschen entscheiden müssen, wo sie geimpft werden wollen. Und man sollte da eben die etablierten und vernünftigen Strukturen nutzen, zumal das ja wahrscheinlich auch länger geht.» Man müsse ja davon ausgehen, dass etwa Auffrischungsimpfungen durchgeführt werden müssen oder ein angepasster Impfstoff wegen der Mutationen gebraucht werde.

(dpa)

Dänemark lockert Corona-Beschränkungen

08:49
06.04.2021
Die Däninnen und Dänen können erstmals seit Monaten wieder zum Friseur gehen oder sich bei Interesse ein Tattoo stechen lassen. Seit Dienstag dürfen Dienstleister wie Friseure, Tätowierer, Masseure und Kosmetiker nämlich fast im gesamten Land wieder Kunden bedienen, auch Sonnenstudios und Fahrschulen dürfen im nördlichsten deutschen Nachbarland wieder öffnen. Kunden sollen aber auf ihrem Smartphone einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test, eine Impfung gegen Covid-19 oder eine überstandene Infektion vorzeigen können.

Auch in den dänischen Schulen ist seit Montag mehr los: Nachdem zuvor schon die Kinder bis zur vierten Jahrgangsstufe in ihre Klassenzimmer zurück durften, können nun auch die älteren Schüler zumindest in Teilzeit - das bedeutet jede zweite Woche - zum Präsenzunterricht zurückkehren. Ausgenommen von den Lockerungen sind einige wenige Gemeinden, in denen die Neuinfektionszahlen derzeit zu hoch sind.

Die Lockerung dieser Corona-Maßnahmen ist Teil eines langfristigen Plans, mit dem Dänemark nach und nach die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zurückfahren möchte. Das erklärte Ziel ist, die Maßnahmen schrittweise bis auf wenige Ausnahmen auslaufen zu lassen, bis alle Risikogruppen und alle Menschen über 50, die dies wünschen, ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten haben. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Corona-Zahlen nicht plötzlich wieder in die Höhe schießen. Derzeit halten sie sich in Dänemark weiter auf einem stabilen Niveau, das auf die Bevölkerung gerechnet unter dem von Deutschland liegt und zu den niedrigsten in Europa zählt.

(dpa)

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