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Astrazeneca-Vakzin: Britische Medizin-Behörde prüft Thrombose-Fälle

08:30
06.04.2021
Die britische Arzneimittelbehörde untersucht Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nach einer Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca. Das teilte die Medicines and Healthcare Regulatory Agency (MHRA) am Dienstag mit. Zuvor hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach die Behörde erwägt, das Präparat nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen.

«Unsere gründliche und detaillierte Untersuchung zu Berichten von sehr seltenen und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit Astrazeneca wird fortgeführt, sagte MHRA-Chefin June Raine der Mitteilung zufolge. Eine regulatorische Entscheidung sei noch nicht gefallen, betonte sie jedoch. Die Behörde rief dazu auf, Impftermine weiterhin wahrzunehmen.

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegen der Thrombose-Fälle, die vor allem bei jungen Frauen auftraten, beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre zu verabreichen - für jüngere Menschen ist eine Impfung damit nur nach Aufklärung über die Risiken auf eigene Gefahr möglich.

In Deutschland waren bis Anfang vergangener Woche 31 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung gemeldet worden, wie das Paul-Ehrlich-Institut kürzlich berichtete. Etwa drei Millionen Menschen hatten das Mittel bis dahin verabreicht bekommen. In Großbritannien sind bei mehr als 18 Millionen Impfungen mit Astrazeneca insgesamt rund 30 Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden, wie die MHRA vergangene Woche mitteilte. Wie sich die verhältnismäßig höhere Zahl an Fällen in Deutschland erklären lässt, ist noch unklar.

(dpa)

Landkreis Rottweil zieht die Notbremse

07:42
06.04.2021
Vergangene Woche schrammte der Kreis haarscharf an der Notbremse vorbei, nun ist sie unausweichlich. Nachdem die 100er-Grenze an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wurde, gelten ab Mittwoch verschärfte Regeln, wie das Landratsamt mitteilt.
Ausführliche Infos in unserem Artikel.

(sb)

Linke-Chefin rügt: Corona-Schutz endet oftmals am Betriebstor

07:40
06.04.2021
Angesichts hoher Corona-Zahlen fordert die Linke mehr Infektionsschutz und Hygieneregeln am Arbeitsplatz. Momentan endeten die staatlichen Kontaktbeschränkungen oftmals am Betriebstor, sagte die Parteivorsitzende Janine Wissler am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin» - und verwies auf Call-Center, Großraumbüros und Fertigungshallen, in denen eng zusammengearbeitet werde. Nötig seien daher eine Pflicht zum Homeoffice sowie eine Testpflicht in den Unternehmen.

Zur aktuellen Pandemie-Lage sagte Wissler, Deutschland sei sehenden Auges in die dritte Welle gelaufen. Trotz viel zu hoher Zahlen und Warnungen der Wissenschaft seien etwa Geschäfte wieder geöffnet worden. Jetzt sei schnelles Handeln gefragt, gebraucht werde ein «konsequenter und solidarischer Lockdown», sagte sie. Öffnungen der Außengastronomie, wie in einigen Ländern beschlossen, müssten sofort zurückgenommen werden.

Ausweichend antwortete Wissler auf die Frage, ob die für den 12. April geplante Ministerpräsidentenkonferenz wie von CDU-Chef Armin Laschet gefordert auf diese Woche vorgezogen werden sollte. Ein Bund-Länder Treffen sei nur sinnvoll, wenn es gut vorbereitet sei, sagte sie.

(dpa)

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