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Das Saarland-Modell vor dem Start für mehr Öffnung

11:56
05.04.2021
Erstmals geht ein ganzes Bundesland als Corona-Modellprojekt an den Start: Im Saarland dürfen von Dienstag an eine ganze Reihe von Einrichtungen und Häuser wieder öffnen. Neben der Außengastronomie sind das Kinos, Theater, Konzerthäuser, Fitnessstudios und Tennishallen. Voraussetzung für Gäste und Nutzer ist meist ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Zudem können sich im Freien bis zu zehn Menschen treffen, auch am Biertisch, wenn sie negativ getestet worden sind.

Mit dem «Saarland-Modell» will die Landesregierung den Bürgern wieder mehr Freiheiten ermöglichen. «Es muss uns nach einem Jahr Pandemie mehr einfallen als nur zu schließen und zu beschränken», hatte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) gesagt. Und: «Mit dem Saarland-Modell soll keine Corona-Infektion unentdeckt bleiben.» Denn je mehr getestet werde, desto mehr werde aufgedeckt.

In Cafés und Restaurants können etwa auf den Terrassen bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten Platz nehmen, wenn sie ihre Daten angeben und vorher einen Termin gebucht haben. Ein Test ist hierfür nicht nötig. Wenn mehr Menschen zusammensitzen, braucht jeder von ihnen einen negativen Test. Beim Sport ist Kontaktsport wie Fußball nun wieder erlaubt - mit Testzettel.

Die stellvertretende Vorsitzende der Saar-FDP, Angelika Hießerich-Peter, sieht allerdings noch offene Fragen. «Nur wenige Testzentren sind auch am Wochenende geöffnet. Mit einem Test am Freitag ist also weder ein Theaterbesuch noch ein Besuch im Biergarten am Sonntag möglich», sagte sie. «Eine Rückkehr zur Normalität ist nur möglich, wenn Impf- und Testangebote flächendeckend an allen sieben Tagen der Woche zur Verfügung stehen.» 

(dpa)

Corona-Lockerungen in Portugal: Cafés und Restaurants dürfen öffnen

11:26
05.04.2021
Im Zuge sinkender Neuinfektionen hat der frühere Corona-Hotspot Portugal Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie weiter gelockert. Seit Montag dürfen Gastronomiebetriebe wie Cafés, Kneipen und Restaurants erstmals nach gut zweieinhalb Monaten wieder Gäste empfangen. Allerdings nur in den Außenbereichen und nur bis 22.30 Uhr an Werktagen sowie bis 13 Uhr an Wochenenden und Feiertagen. Zudem dürfen die rund 10,3 Millionen Bürger des Landes den jeweiligen Wohnbezirk wieder verlassen, ohne einen «triftigen Grund» dafür angeben zu müssen.

Auch Museen und Galerien, Läden mit einer Verkaufsfläche von höchstens 200 Quadratmetern, Fitnesszentren sowie Straßenmärkte dürfen nun unter strengen Auflagen wieder öffnen. Für Schüler mehrerer Jahrgänge gibt es wieder Präsenzunterricht. Bereits vor drei Wochen waren erste Lockerung gestattet worden, unter anderem für Friseure und Buchläden.

Portugal hatte im Januar bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Infektionszahlen weltweit. Der seit dem 13. Januar herrschende strenge Lockdown mit Ausgehbeschränkungen und Zwangsschließungen zahlte sich aber offenbar aus: Nach jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen nur noch 60,25 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Im Januar hatte diese Inzidenz in Portugal noch bei deutlich über 1600 gelegen.

(dpa)

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