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Neuer Rekordwert in Polen: 35.251 Corona-Neuinfektionen

10:16
01.04.2021
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat einen neuen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 35 251 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5997) in der Region Schlesien, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 621 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekord war mit 35 143 erst Ende der vergangenen Woche erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Viele Krankenhäuser arbeiten am Rande ihrer Kapazität. Gesundheitsminister Adam Niedzielski hatte bereits am Mittwoch angekündigt, dass noch vor Ostern bis zu 170 Covid-Patienten aus dem besonders betroffenen Schlesien in Kliniken in anderen Region gebracht werden sollen - viele von ihnen auf dem Luftweg.

Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

(dpa)

Spahn: Marburger Biontech-Werk "Meilenstein"

10:15
01.04.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Impfstoff-Produktion im neuen Werk des Mainzer Unternehmens Biontech als «Meilenstein» im Kampf gegen die Corona-Pandemie bezeichnet. Das Präparat von Biontech und seines US-Partners Pfizer spiele eine wichtige Rolle: «75 Prozent unseres bisherigen Impferfolges ist auch Biontech zu verdanken», sagte Spahn am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting. Von den bundesweit bislang 13,8 Millionen verabreichten Impfdosen stammten demnach 10,3 Millionen von Biontech, weitere um die 40 Millionen Dosen würden nach bisheriger Planung im zweiten Quartal erwartet.

Der Minister sah in der Inbetriebnahme des Werkes auch einen Startpunkt für Deutschland als «Impfstoff-Hub»: «Wir wollen gerne mRNA-Hub werden auch für die Welt und für Europa.» Da sei die Produktionsstätte in Marburg ein wichtiger Schritt. Ein Hub ist eine Art Knotenpunkt oder Zentrum.

Biontech hatte vor wenigen Monaten die Marburger Betriebsstätte vom Pharmakonzern Novartis übernommen und für die Herstellung des mRNA-Impfstoffes umgerüstet. Rund zwei Monate nach dem Produktionsbeginn sollen in diesen Tagen die ersten Lieferungen das Gelände verlassen und zum Abfüllen und Etikettieren ins Werk von Partner Pfizer im belgischen Puurs gebracht werden.

Bouffier sagte mit Blick auf das Tempo beim Umbau und der behördlichen Zulassung: Marburg sei ein gutes Beispiel dafür, «dass es auch in Deutschland gelingen kann und muss, schneller zu werden, ohne dass man bei der Qualität Abstriche macht».

Spahn betonte, es sei wichtig, auch im kommenden Jahr ausreichend Impfstoffe zur Verfügung zu haben - falls Dosen zur Auffrischung nötig werden oder Impfstoffe an Coronavirus-Varianten angepasst werden müssen. «Wir wollen und werden uns auch über 2021 hinaus entsprechende Kapazitäten sichern», sagte er.

(dpa)

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