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Gaststätten und Hotels in Augustusburg empfangen wieder Gäste

10:08
01.04.2021
Nach fünf Monaten Lockdown haben Hotels und Gaststätten in Augustusburg bei Chemnitz wieder für Privatbesucher geöffnet. Möglich macht das ein Modellversuch, der am Donnerstag gestartet ist. «Das ist für Sachsen ein großes Hoffnungsprojekt», sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bei einem Besuch vor Ort. Die Menschen bräuchten eine Öffnungsperspektive. Mit solchen Projekten könne gezeigt werden, dass solch ein System mit Tests und Kontaktnachverfolgung funktioniere. Ziel sei, dass die Menschen wieder Urlaub machen, in Gaststätten gehen und Theateraufführungen besuchen könnten, sagte Dulig. «Und bitte noch in diesem Sommer.»

Bei dem Projekt in der 4500 Einwohner zählenden Stadt mit ihrem markanten Jagd- und Lustschloss aus dem 16. Jahrhundert müssen sich Gäste und Personal täglich auf das Coronavirus testen lassen. Das Prinzip ist, dass nur negativ getestete und damit nicht infektiöse Menschen aufeinandertreffen. Dazu wurde ein Testzentrum in der Stadt aufgebaut. Interessierte müssen sich für den kostenlosen Test anmelden. Das negative Ergebnis ist dann die Eintrittskarte zu Hotels und Restaurants, ab Dienstag (6. April) soll auch der Besuch des Schlosses einbezogen werden. Das Ganze läuft über einen QR-Code und ist laut Bürgermeister Dirk Neubauer (SPD) auf 360 Besucher am Tag beschränkt.

Das Projekt wird von der Universität Mainz wissenschaftlich begleitet. Wie lange es dauert, ist allerdings unklar. Sollte die Zahl von 1300 Covid-19-Patienten auf Normalstationen in sächsischen Kliniken erreicht werden, muss das Vorhaben laut aktueller Corona-Schutz-Verordnung wieder gestoppt werden. Das könnte nach Einschätzung von Experten schon nach Ostern so weit sein. Einem ähnlichen Projekt zur Öffnung im Tourismus in Oberwiesenthal hatte der Erzgebirgskreis vorerst die Genehmigung versagt. Auch am Fichtelberg war der 1. April als Starttermin geplant gewesen.

(dpa)

Papst Franziskus startet mit Messe in zweites Corona-Ostern

09:59
01.04.2021
Papst Franziskus hat am Donnerstag im Petersdom eine Messe im Vorfeld der christlichen Feiern zu Karfreitag und Ostern geleitet. Das katholische Kirchenoberhaupt startete damit zum zweiten Mal in Folge in ein Osterfest, das wegen der Corona-Pandemie nur in eingeschränkter Form begangen werden kann. Bei dem Gottesdienst waren nur wenige Gläubige sowie eine Reihe von Bischöfen, Priestern und Nonnen dabei - insgesamt laut Teilnehmern rund 200 Menschen.

Für gläubige Christen ist Ostern das wichtigste religiöse Fest. Sie feiern dann - nach dem Gedenken an die Kreuzigung vom Karfreitag - die Auferstehung von Jesus Christus.

Bei der sogenannten Chrisammesse am Gründonnerstag wurden im Petersdom heilige Öle geweiht. Diese Öle werden in den katholischen Kirchengemeinden Roms im Laufe des Jahres für bestimmte Feste wie Taufen und Krankensalbungen verwendet.

Alle Papst-Gottesdienste der Kar- und Ostertage sind nur mit wenigen Gläubigen geplant. Die meisten Veranstaltungen finden im Petersdom statt und nicht etwa mit Pilgern an anderen Orten der Stadt.

Am Karfreitag wird Franziskus bei einem Gottesdienst an das Leiden und Sterben Christi erinnern. Der traditionelle Kreuzweg am Kolosseum findet wie schon im vergangenen Jahr auf dem Petersplatz in sehr kleiner Form statt. Eine Andacht zur Osternacht wird der 84 Jahre alte Papst am Samstagabend im Petersdom feiern. Dann folgen am Sonntag die Ostermesse und der Segen «Urbi et orbi» («Für die Stadt und den Erdkreis»).

Aufgrund der Corona-Pandemie gelten in Italien über Ostern besonders strenge Beschränkungen. Der Papst aus Argentinien und viele andere Bewohner des Vatikans sind gegen Corona geimpft.

(dpa)

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