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Bundesgartenschau-Öffnung trotz Pandemie denkbar

04:50
21.04.2021
Kurz vor dem geplanten Start der Bundesgartenschau (Buga) in Erfurt am Freitag stehen die Chancen für eine grundsätzliche Öffnung trotz Corona-Krise gut. Eine Öffnung zumindest der Außenbereiche sollte einer Beschlussempfehlung zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes nach möglich sein, so die Einschätzung der Thüringer Staatskanzlei.

Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hatte am Montag eine Beschlussempfehlung zu Änderungen für das Infektionsschutzgesetz abgegeben. Damit soll es im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine bundeseinheitliche Notbremse geben. Im Beschlussentwurf heißt es unter anderem, dass die Außenbereiche von Zoos und botanischen Gärten geöffnet werden dürfen, «wenn angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden und durch die Besucherin oder den Besucher ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor Beginn des Besuchs mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 vorgelegt wird.» Ein früherer Entwurf sah noch vor, dass botanische Gärten ab einer bestimmten Infektionslage generell geschlossen werden sollen, ohne zwischen Innen- und Außenbereiche zu unterscheiden.

Ob die Gesetzesänderung so kommt und wann sie in Kraft tritt, ist noch unklar. Denkbar wäre etwa auch, dass sie erst am Montag gültig wird. Dann könnte die Buga in Erfurt zunächst drei Tage lang unter Auflagen der Thüringer Corona-Regeln öffnen. Diese sehen zwar immer noch viele Einschränkungen und Hygieneauflagen auch für die Besucher selbst vor; ein negativer Corona-Test würde damit nach aktuellem Rahmen aber noch keine Voraussetzung für den Einlass an einem der zwei umzäunten Hauptstandorte in Erfurt sein.

Neben den Hauptarealen in Erfurt gibt es zudem insgesamt 25 Außenstandorte der Buga. Bei vielen davon handelt es sich um ohnehin frei zugängliche Gartendenkmäler und Parkanlagen. Geplant ist die große Blumenschau vom 23. April bis zum 10. Oktober.

(dpa)

Deutsche Bahn plant Impfzentren für eigene Mitarbeiter

04:50
21.04.2021
Die Deutsche Bahn bereitet sich auf Impfungen im eigenen Unternehmen vor. An mindestens zehn Standorten in Deutschland wolle der Konzern Impfzentren einrichten, an denen die Beschäftigten von den Betriebsärzten geimpft werden sollen, teilte eine Sprecherin mit. «Die ersten entstehen jetzt in München und Nürnberg.» Weitere Orte wurden zunächst nicht bekannt. Welcher Impfstoff zum Einsatz komme, stehe noch nicht fest. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, sollten so viele «systemrelevante Mitarbeitende wie möglich ein Impfangebot von ihrem Arbeitgeber erhalten».

Der Konzern geht davon aus, dass ungefähr die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland als systemrelevant eingestuft sind. Viele von ihnen gehören demnach zur Gruppe 3 in der Corona-Impfverordnung des Bundes. Darunter fallen unter anderem 60- bis 70-Jährige sowie medizinisch vorbelastete Menschen.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag angekündigt, dass Betriebsärzte ab Juni mit Impfstoff beliefert werden könnten. Hintergrund sind weitere Lieferzusagen der Hersteller. Neben den regionalen Impfzentren der Länder impfen seit kurz nach Ostern auch Hausärzte mit und haben zu einem deutlichen Anstieg der Impfungen beigetragen. Nun sollen Betriebsärzte folgen.

Bei der Deutschen Bahn betonte Personalvorstand Martin Seiler mit Blick auf die Impfungen im eigenen Unternehmen: «Die Entscheidung für eine Impfung ist freiwillig, es wird keine Impfprivilegien geben, weder für Mitarbeitende noch für Kunden.»

(dpa)

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