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Freitag, 2. April

Corona-Lage in Italien bessert sich leicht

17:18
02.04.2021
Nach mehreren Wochen mit strengeren Corona-Regeln hat sich die Pandemie-Lage in Italien weiter leicht verbessert. Die Infektionskurve sinke, aber sie sinke sehr langsam, hieß es am Freitag im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom. Den Experten zufolge sank die landesweite Inzidenz in den sieben Tagen vom 22. bis 28. März auf rund 232 Fälle je 100 000 Einwohner. Zuvor hatte der Wert bei 240 gelegen.

Weiter beunruhigt sind die Gesundheitsexperten wegen der hohen Patientenzahlen in den Krankenhäusern. Ab Dienstag sollen jedoch weitere Regionen, darunter Venetien und die autonome Provinz Trient, von der strengsten Roten Zone in die mittelstrenge orangefarbene fallen, wie es aus dem Ministerium hieß. Über die Osterfeiertage vom 3. bis 5. April gelten landesweit die Regeln der Roten Zone.

In der Impfkampagne will Italien seinem Ziel von 500 000 verabreichten Impfungen am Tag näher kommen. Zuletzt habe man den Tageswert von 280 000 Vakzin-Dosen überschritten, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza in einem Zeitungsinterview. Seit Pandemiebeginn verzeichneten die Behörden fast 110 000 Tote mit dem Coronavirus und mehr als 3,607 Millionen Corona-Infektionen.

(dpa)

Epidemiologen: Folgen der Astrazeneca-Entscheidung bedenken

14:46
02.04.2021
Der Impfstoff von Astrazeneca ist nicht mehr für Menschen unter 60 Jahren empfohlen - Bremer Epidemiologen warnen nun vor möglicherweise schlimmen Folgen dieser Entscheidung. «Wenn die geänderte Altersempfehlung für den Impfstoff von Astrazeneca zu einer weiteren Verzögerung der Impfkampagne führt, wird der Schaden dieser geänderten Empfehlung deutlich überwiegen», heißt es in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der von mehreren Forschern des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen unterschrieben ist.

«In der jetzigen Situation ist es sehr kritisch, einseitige Entscheidungen zu treffen, die nur auf mögliche seltene Nebenwirkungen fokussieren, auch wenn diese Schicksale tragisch sind und man sie vermeiden möchte», heißt es weiter. Die Unterzeichner fordern «ein systematisches Abwägen des Schadens, der sich aus der möglichen seltenen Nebenwirkung ergeben kann, gegenüber dem Schaden, der sich durch eine Verzögerung der Impfkampagne ergeben wird.»

Hintergrund ist die Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstagabend, den Astrazeneca-Impfstoff in der Regel nur noch Menschen ab 60 Jahren zu verabreichen. Bis Anfang der Woche waren in Deutschland 31 Verdachtsfälle sogenannter Sinusvenenthrombosen nach Impfungen mit Astrazeneca bekannt geworden, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) kürzlich berichtete. Sie betreffen hauptsächlich jüngere Menschen.

(dpa)

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