Letztes Update:
20210414121032

Österreich hilft Tschechien mit 30.000 Corona-Impfdosen

13:52
02.04.2021
Nach dem Streit um Corona-Impfstoffe hat Österreich nun Tschechien seine Hilfe angeboten. Wien werde Prag 30 000 Impfdosen zukommen lassen, teilte Kanzler Sebastian Kurz am Freitag mit. Tschechien sei besonders hart getroffen mit zahlreichen Todesfällen und noch immer hohen Ansteckungsfällen, habe aber trotzdem als einziges Land bei der europäischen Impfstoffverteilung keine zusätzlichen Impfdosen bekommen, kritisierte Kurz. «Wenn es in manchen Ländern zu wenig Impffortschritt gibt, dann ist das im Ergebnis schlecht für alle, weil wir die Pandemie nur gemeinsam besiegen können.»

Am Donnerstag hatten die 27 EU-Staaten keine einheitliche Linie gefunden. Österreich, Tschechien und Slowenien lehnten einen Kompromissvorschlag zur Aufteilung von zehn Millionen Impfdosen ab. Die Menge wird nun wie üblich nach Bevölkerungsgröße vergeben. 24 Staaten - darunter Deutschland - verabredeten nach Angaben von Diplomaten aber ohne die drei Länder eine Spendenaktion, um Staaten mit besonders großem Impfstoffmangel zu helfen.

(dpa)

Virologe Drosten hält erneuten Lockdown für unausweichlich

13:33
02.04.2021
Der Berliner Virologe Christian Drosten hält in der Corona-Pandemie einen erneuten Lockdown für unausweichlich. «Wir werden um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen», sagt Drosten dem «Spiegel». Man habe in Paris und London gesehen, dass ein Teillockdown gegen die aggressivere Virusvariante nicht durchgreife. «Die Inzidenz ist dort immer weiter gestiegen wie auch die Zahl der schweren und oft auch tödlichen Krankheitsverläufe.» Noch bestehe die
Chance, eine solche Entwicklung in deutschen Großstädten abzuwenden. «Dazu ist jetzt aber politisches Handeln und auch die Unterstützung möglichst vieler Menschen notwendig», sagte Drosten.

Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann sagte, wenn alles so weiter laufe wie bisher, «wird jeder in seinem ganz direkten Umfeld Menschen kennen, die im Krankenhaus waren, gestorben sind, unter Langzeitschäden leiden». Sie sei wütend, dass nicht früher reagiert worden sei auf die Warnungen der Wissenschaft. «Wir könnten jetzt schon bei Zehner-Inzidenzen sein, wenn die Politiker bei der
Bund-Länder-Konferenz im Januar ernst genommen hätten, was wir ihnen gesagt haben.» Innerhalb von vier Wochen bekomme man die Zahlen massiv runter, wenn die Menschen kaum Kontakte hätten. «Je stärker alle auf die Bremse treten, desto kürzer währt der Lockdown.»

(dpa)

US-Behörde: Bis zu elf Impfdosen aus einem Moderna-Fläschchen möglich

10:58
02.04.2021
Aus einem Fläschchen des Corona-Impfstoffs Moderna können nach jüngsten Angaben der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) bis zu elf statt der bisherigen zehn Impfdosen gezogen werden. Das habe eine entsprechende Überprüfung ergeben, teilte die FDA am Donnerstag (Ortszeit) mit. Dies werde einen positiven Einfluss auf die Versorgung mit dem Impfstoff des US-Herstellers haben, hieß es weiter. Denn damit stehe mehr Impfstoff zur Verfügung, und dies sollte dabei helfen, die Pandemie schneller zu beenden, sagte Peter Marks von der FDA. Auch in Deutschland ist Moderna zugelassen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen