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Mützenich: Bundes-Notbremse mit Änderungen gerichtsfest

14:08
19.04.2021
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich geht davon aus, dass Klagen gegen die Bundes-Notbremse durch die entschärften Pläne zu Ausgangsbeschränkungen kaum Chancen haben. «Wir sind der festen Überzeugung, dass das ein tragbarer Bereich ist, der auch der Überprüfung aufseiten der Gerichte standhalten kann», sagte Mützenich am Montag nach einer Sitzung der SPD-Fraktion.

Zuvor hatten sich die Regierungsfraktionen von Union und SPD geeinigt, die geplanten Ausgangsbeschränkungen noch einmal anzupassen: Bürger sollen das Haus von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens nur in Ausnahmefällen verlassen dürfen - bis Mitternacht wäre aber zumindest erlaubt, alleine zu joggen oder spazieren zu gehen. Die Notbremse soll am Mittwoch im Bundestag verabschiedet werden. Der Bundesrat will sich am Donnerstag damit befassen.

Die Opposition hatte den bisherigen Entwurf kritisiert - so forderte etwa die FDP, die Ausgangsbeschränkungen ganz zu streichen. Mit den geplanten Änderungen habe man «Hinweise, die auch aus der Opposition gekommen sind», aufgenommen, so Mützenich. Linke, Grüne und FDP seien «sehr herzlich» eingeladen, sich dem Gesetzentwurf anzuschließen.

Mützenich betonte, nun rückten auch Arbeitnehmer mehr in den Mittelpunkt. So werde die Pflicht, Arbeit im Homeoffice anzubieten, wenn dies möglich sei, gesetzlich verankert. Der Fraktionschef forderte Arbeitgeber auf, «dass sie nochmal das möglich machen, was sie zu Beginn der Pandemie offensichtlich konnten». Am Anfang der Pandemie seien weniger Menschen in den Unternehmen gewesen. Zusätzlich können Arbeitnehmer zweimal wöchentlich getestet werden. 

(dpa)

Betriebsärzte sollen ab Juni in Corona-Impfungen einsteigen

14:07
19.04.2021
In die Corona-Impfungen sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab Juni auch Betriebsärzte einsteigen. «Wie angekündigt, gewinnt die Impfkampagne im zweiten Quartal deutlich an Geschwindigkeit», sagte der CDU-Politiker am Montag mit Blick auf aktuellen Lieferzusagen der Hersteller Biontech und Moderna. Dazu würden noch Dosen von Astrazeneca und Johnson & Johnson kommen. «Damit erhalten Arztpraxen und Länder mehr Planungssicherheit für Mai und Juni. Und das ermöglicht uns, bereits im Juni auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne zu integrieren.»

Biontech will laut Ministerium im zweiten Quartal 50,3 Millionen Dosen liefern und damit zehn Millionen mehr als zunächst angekündigt. Von Moderna werden demnach 6,4 Millionen Dosen erwartet. Von Biontech sollen Arztpraxen im Mai wöchentlich jeweils 1,58 Millionen Dosen bekommen, im Juni jeweils mehr als 3,3 Millionen Dosen pro Woche.

In der letzten April-Woche sollen die Praxen den Planungen zufolge von Biontech knapp 2,1 Millionen Dosen bekommen. Daneben sind für die regionalen Impfzentren der Länder 1,9 Millionen Dosen von Biontech, Astrazeneca und Moderna vorgesehen.

(dpa)

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