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Run auf Impftermine für über 60-Jährige

14:04
19.04.2021
Manch ein über 60-jähriger Baden-Württemberger wählte sich am Montag die Finger wund, ohne einen Impftermin zu ergattern - andere hatten Glück. Zum ersten Mal war die Vergabe von Impfzeiten für diese Altersgruppe geöffnet. Bisher musste man mindestens 70 Jahre alt sein oder Vorerkrankungen oder einen bestimmten Beruf haben. Das Sozialministerium war von einem großen Andrang ausgegangen und hatte vor allem die über 70-Jährigen vergangene Woche noch einmal aufgerufen, sich noch schnell einen Termin geben zu lassen.

Zuletzt hätten die Impfstofflieferungen deutlich zugenommen, gleichzeitig seien Termine für Impfungen mit Astrazeneca in einzelnen Zentren freigeblieben, hieß es. Laut Ministerium haben die Impfwilligen keinen Einfluss darauf, welchen Impfstoff sie bekommen. Dies entscheiden die Impfzentren. Wem der verwendete Impfstoff nicht passt, dem stehe der Weg über eine Hausarztpraxis offen, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) resümierte: «Die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind abgeschlossen. Die große Mehrheit der über 80-Jährigen in Baden-Württemberg ist geimpft.» Über die Warteliste der über 80-Jährigen konnte laut Lucha über 160 000 Menschen geholfen werden, sie sei abgearbeitet. In der vergangenen Woche wurden etwa eine Million Termine in Baden-Württemberg vergeben, Lucha zufolge ein neuer Rekord.

(dpa/lsw)

WHO fördert Jugendinitiativen für den Weg aus der Corona-Krise

13:09
19.04.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will jungen Menschen aus der Corona-Krise helfen: Sie legt gemeinsam mit großen Jugendorganisationen wie der Weltpfadfinderorganisation und dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) einen Fonds für Initiativen auf, die von jungen Menschen in aller Welt selbst konzipiert werden. Die Ideen sollen jungen Leuten vor Ort helfen, besser mit dem Folgen der Corona-Pandemie fertig zu werden. Welche Programme gefördert werden, soll ein Team von junge Leuten entscheiden, wie die WHO am Montag in Genf mitteilte.

Die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg wollte gemeinsam mit WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag den Startschuss für das Programm «Weltjungendmobilisierung» geben. Zunächst stehen dafür zwei Millionen Dollar (knapp 2,7 Millionen Euro) zur Verfügung. Ideen werden mit 500 bis 5000 Dollar gefördert. Die erfolgreichsten Ideen sollen mit mehr Geld gefördert und verbreitet werden.

Hunderte Millionen junger Leute seien von der Corona-Pandemie betroffen, teilte die WHO mit. Nach der Auswertung von zahlreichen Umfragen aus aller Welt berichtete sie, dass 90 Prozent der jungen Leute mehr psychische Angst erlebten. Mehr als eine Milliarde Schüler und Studenten seien von Schulschließungen betroffen. Jeder sechste junge Mensch haben seine Arbeit verloren.

Bei einem Online-Jugendgipfel findet vom 23. bis 25. April ein erster Austausch unter Tausenden jungen Teilnehmern aus aller Welt statt. Die EU unterstützt dies ebenso wie zahlreiche andere Regierungen und UN- und andere Organisationen wie etwa der Weltfußballverband FIFA.

(dpa)

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