Letztes Update:
20210419113234

Spahn: Corona-Testergebnisse sollen per App vorzeigbar werden

11:32
19.04.2021
Die Menschen in Deutschland sollen nach dem erhofften Abebben der dritten Corona-Welle auch mit Hilfe von Testergebnissen auf dem Smartphone einkaufen oder zu Veranstaltungen gehen können. «Wir wollen es im Laufe des Aprils schaffen, dass die Testergebnisse dann auch auf der Corona-Warnapp gespeichert werden können und zur Verfügung stehen», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin bei der Eröffnung einer neuen Station für kostenlose Bürgertests. «Dafür braucht es Schnittstellen, dafür müssen wir die Systeme vernetzen.»

Man brauche die Testergebnisse ja dann möglicherweise, «wenn wir testgestützt öffnen, für den Einzelhandel, für die Außengastronomie, für Theater oder auch Fußballspiele», sagte Spahn. «Dafür ist diese digitale Anbindung.» Spahn sagte: «Das ist der Teil, der kommt, wenn wir diese dritte Welle gebrochen haben.»

Nach dem Brechen der Welle auch mit Hilfe der geplanten Bundes-Notbremse könne eine Perspektive gegeben werden. «Seit dem 8. März übernimmt der Bund die Kosten für mindestens einen Test pro Woche.» Mittlerweile gebe es mindestens 15 000 Teststationen in Deutschland.

«Der Test ist kein Freischein», betonte der Minister zugleich. «Der Test gibt zusätzliche Sicherheit, aber keine hundertprozentige.» Sehr wichtig sei, «dass auch trotz oder mit Test die Regeln - Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, etwa eben im Einzelhandel - auch weiterhin zählen».

Zugleich mache das Impfen Fortschritte. «Wir werden heute im Laufe des Tages 20 Prozent der Deutschen erreichen - dass also jeder fünfte Deutsche mindestens einmal geimpft worden ist. Aber das reicht noch nicht, um die Welle zu brechen.»

(dpa)

Appell an Bundesregierung für Fortsetzung des Tübinger Modellprojekts

11:31
19.04.2021
Die Tübinger Notärztin Lisa Federle und Schauspieler Jan Josef Liefers haben eine Initiative ins Leben gerufen, die die Fortsetzung des Corona-Modellprojekts in der Universitätsstadt zum Ziel hat. Durch die Bundes-Notbremse droht dem Projekt der Abbruch. Den an Montag veröffentlichten Appell an die Bundesregierung unterstützen unter anderem der Schauspieler Moritz Bleibtreu, Sänger Hartmut Engler, Politiker Günther Oettinger und der Unternehmer Wolfgang Grupp (Trigema).

Seit einem Jahr seien Kunst und Kultur praktisch abgeschaltet, sagte Liefers. «Dabei sind sie hervorragend geeignet, um den Menschen zu helfen, mit der Krise besser fertig zu werden. Es gab bereits Konzepte, die alle über Bausch und Bogen wieder beendet wurden, bevor man wusste, wie gut sie funktionieren. Das war ein Fehler. Da müssen wir wieder hin.»

In dem Schreiben an die Bundesregierung heißt es: «Wir appellieren an die Bundesregierung und das Parlament, das Pilotprojekt der Stadt Tübingen nicht zu beenden. Das Ziel sei es, durch viele Testungen die Inzidenz dauerhaft auf einem niedrigen Niveau zu halten und trotzdem ziviles Leben und Sozialkontakte nach und nach zu ermöglichen. «Die Fortführung des Projekts wäre ein Signal, dass nicht nur die Bürger des Landes, sondern auch deren Volksvertreter und die Regierung an Wegen interessiert sind, auch jene Defizite zu mildern, die abseits der Pandemiebekämpfung entstanden sind. Dabei würden keine inakzeptablen Risiken eingegangen.»

Das Tübinger Projekt hatte am 16. März begonnen und wurde bereits zwei Mal verlängert. Menschen können sich an mehreren Stationen kostenlos testen lassen - mit den Bescheinigungen der Ergebnisse, den Tagestickets, können sie dann in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen gehen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen