Letztes Update:
20210419113058

Menschen gingen während Lockdowns seltener zum Arzt

11:30
19.04.2021
Während der zwei Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr haben Menschen in Deutschland weniger ärztliche Leistungen in Anspruch genommen. Einen besonderen Rückgang verzeichneten die Kinder- und Jugendärzte, sie hatten etwa 17 Prozent weniger Fälle, teilte das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung am Montag mit. Auch die Psychotherapeuten wurden um rund 14 Prozent weniger besucht, ebenso wie die Hausärzte, die ihre Patienten knapp 13 Prozent seltener zu sehen bekamen. Der Rückgang war zwischen März und Mai sowie ab November 2020 besonders deutlich.

Gleichzeitig sind aber telefonische Beratungen und Videosprechstunden deutlich stärker in Anspruch genommen worden. Rund 6,3 Millionen Mal telefonierten Patienten mit ihren Ärzten zwischen März und Dezember 2020. Das waren fast 2,7 Millionen telefonische Sprechstunden mehr als noch im selben Zeitraum im Jahr davor. Auch die Videokonferenz mit dem Arzt wurde deutlich beliebter: Etwa 2,5 Millionen Mal hielten die Menschen zwischen April und Dezember so den Kontakt. 2019 - vor der Pandemie - waren es noch einige Tausend.

(dpa)

Verband: Fitnessstudios verlieren massiv Mitglieder

11:30
19.04.2021
Die Fitnessstudios in Deutschland haben in der Corona-Krise massiv Mitglieder verloren. Im vergangenen Jahr hat die Branche dem Arbeitgeberverband für Fitness- und Gesundheitsanlagen DSSV zufolge wegen der langen Schließungen rund 11,6 Prozent ihrer Kunden verloren. Von den 10,3 Millionen Mitgliedern Anfang dieses Jahres büßte sie bis Ende März noch einmal 13 Prozent ein, wie den Angaben zufolge aus einer Befragung von über 2600 Fitness- und Gesundheitsanlagen hervorging. Zuvor hatten die «Stuttgarter Zeitung» und die «Stuttgarter Nachrichten» (Montag) darüber berichtet.

Seit Anfang 2021 wurden demnach kaum neue Verträge abgeschlossen. «Das zentrale Problem der Branche ist die sehr schlechte Perspektive für den Kundenbestand», sagte DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten». Die Politik ignoriere unterdessen die Nöte der Branche, so Schwarze weiter: «Wir schreiben seit zwölf Monaten alle zuständigen Ministerien an, und wir haben alle unsere Hygienekonzepte - doch das interessiert die nicht.» Die Regierenden wollten die Betriebe in jedem Fall noch geschlossen halten.

(dpa)

RKI-Präsident Wieler: Können Corona nicht ausrotten

11:28
19.04.2021
Die Menschheit muss sich nach Ansicht des Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, auf ein dauerhaftes Leben mit Corona einstellen. «Ein Virus, das eine Menge Tierarten infizieren kann, das lässt sich nicht ausrotten», sagte Wieler am Montag anlässlich des 127. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Stuttgart. Generell müsse man Tierhaltung und Tierhandel in den Griff kriegen, sagte der Tierarzt mit Blick auf die Ausbreitung von Krankheiten. Gerade der illegale Tierhandel sei ein Problem.

Wieler warnte auch vor den Folgen des Klimawandels. Schäden wie Hitzestress, Probleme mit psychosozialer Gesundheit, Hautkrebs nähmen schon jetzt zu, führte er aus. Aber auch von Tieren wie etwa Mücken und Zecken übertragene Krankheiten würden in Folge von veränderten Biotopen und weniger Artenvielfalt häufiger. Probleme erwarte er zudem, wenn der Klimawandel die Versorgung mit Trinkwasser erschwere. Auch eine verminderte Qualität von Badegewässern führte Wieler als Beispiel an. Dies führe etwa zu Magen-Darm-Problemen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen