Letztes Update:
20210419105307

Polizei beendet Party - Gäste unter dem Bett und im Schrank

10:52
19.04.2021
Die Polizei hat in Dortmund eine verbotene Party mit 15 Gästen aufgelöst und die Feiernden zum Teil aus Verstecken unter dem Bett oder im Schrank geholt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten Anrufer am Freitagabend eine «lautstarke Feier» in einem Mehrfamilienhaus gemeldet. Vor Ort seien die Beamten auf die Feiernden gestoßen, die weder Abstand hielten noch Masken trugen.

«Einige der feiernden jungen Erwachsenen versuchten sich mit äußerst kreativen Verstecken der Kontrolle zu entziehen», hieß es. «Ohne bis zehn zu zählen, beendete die Polizei das kindliche Versteckspiel und holte die Protagonisten unter einem Bett, aus einem Schrank und aus einer Nische hervor.» Alle bekamen Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Coronaschutz-Verordnung, ein polizeibekannter Gast kassierte noch eine Anzeige wegen Beleidigung. 

(dpa)

Virus-Ausbruch im Gefängnis: Prozess wegen Corona-Demo vertagt

10:25
19.04.2021
Wegen mehreren Corona-Infektionen in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart ist der Prozess um brutale Schläge und Tritte am Rande einer Corona-Demonstration verschoben worden. Rund ein Jahr nach dem Angriff hätte am Montagmorgen eigentlich das Verfahren gegen zwei mutmaßliche Beteiligte an der Attacke beginnen sollen - einer davon sitzt in dem Gefängnis in Stammheim. Der Prozess wurde auf kommenden Montag vertagt, wie Richter Johannes Steinbach bestätigte. Alle ein- und ausgehenden Kontakte in das Gefängnis werden demnach derzeit unterbunden, weshalb der Angeklagte nicht vorgeführt werden konnte. Ob der Angeklagte selbst infiziert ist, konnte der Richter nicht sagen.

Die beiden Männer werden der linken Szene zugerechnet. Sie müssen sich für Schläge und Tritte gegen drei Männer im Mai vergangenen Jahres am Rande einer Protestkundgebung auf dem Cannstatter Wasen verantworten. Dem zur Zeit der Tat 20-Jährigen, der in Haft sitzt, wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Er soll einem der Opfer heftig gegen den Kopf geschlagen und ihn lebensgefährlich verletzt haben. Ein zur Tatzeit 24 Jahre alter mutmaßlicher Komplize sitzt wegen gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank des Landgerichts.

(dpa)

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