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Philologenverband kritisiert Land wegen Schulöffnung bis Inzidenz 200

13:19
16.04.2021
Der Verband der Gymnasiallehrer hat die Ansage der Landesregierung kritisiert, trotz ungebremst steigender Corona-Infektionszahlen die Schulen von Montag an auf breiter Front wieder zu öffnen. Die Schulöffnungen in Kreisen mit mehr als 160 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche seien «sinnfrei», sagte Ralf Scholl, Landeschef des Philologenverbands, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. «Dort ist ja absehbar innerhalb einer Woche mit erneutem Rückwechsel in den Fernunterricht zu rechnen. Wozu also der ganze Zirkus?» Nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Donnerstag liegen 20 von 44 Stadt- und Landkreisen über einer Inzidenz von 160.

Nach Plänen des Landes sollen am kommenden Montag die meisten Schülerinnen und Schüler wieder Präsenzunterricht erhalten, zumindest im Wechsel. Allerdings müssen Kinder und Jugendliche in Hotspots mit einer Inzidenz von 200 erneut von zuhause lernen müssen. Die Voraussetzung ist, dass ein Kreis an drei Tagen hintereinander den Schwellenwert von 200 überschreitet - dann muss am übernächsten Tag der Präsenzunterricht untersagt werden. Allein 8 Stadt- und Landkreise im Südwesten sind bei einer Inzidenz über 200.

Scholl erklärte, die Lehrerverbände seien sich einig gewesen, schon ab einer Inzidenz von über 100 nur Fernunterricht anzubieten - aber darauf sei die Landesregierung nicht eingegangen. «Mein Eindruck ist, die Politiker von Grünen und CDU sind gerade mit den Koalitionsverhandlungen so beschäftigt, dass das Landeswohl und Corona nur noch Nebensache sind.» Es könne auch nicht angehen, dass Öffnungen mit Hinweis auf die Tests trotz steigender Corona-Zahlen durchgedrückt würden. «Ein Corona-Test schützt genauso stark vor Corona wie ein Schwangerschaftstest vor einer Schwangerschaft.»

(dpa/lsw)

Freizeitmobile weiter stark gefragt - Quartalsrekord zu Jahresbeginn

13:17
16.04.2021
Der Trend zum Caravaning setzt sich in der Corona-Pandemie fort: Im ersten Quartal 2021 sind so viele Feizeitmobile neu zugelassen worden wie noch nie zu einem Jahresbeginn. Die Zahl der Neuzulassungen stieg in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent auf 24 224 Fahrzeuge, wie der Caravaning Industrie Verband (CIVD) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das sei ein Rekord für das erste Vierteljahr.

Gefragt waren vor allem Wohnmobile. 19 058 Neuzulassungen im ersten Quartal bedeuteten ein Plus von 23,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Den Angaben zufolge war auch das ein Höchstwert in einem ersten Quartal. Das Geschäft mit Wohnwagen ging hingegen zurück. Von Januar bis März wurden 5166 Caravans zugelassen und damit 15,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dabei habe sich vor allem der März positiv auf die Zahlen ausgewirkt, erläuterte der CIVD. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Neuzulassungen über beide Fahrzeugsegmente hinweg um 40,5 Prozent zu. «Das Geschäftsumfeld war in diesem Jahr bis dato nicht besonders günstig, umso mehr freut es uns, dass die Neuzulassungen im März wieder so stark ins Plus gedreht haben», sagte CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.

Grundsätzlich habe die Nachfrage durch die Corona-Pandemie einen zusätzlichen Schub bekommen, da Urlauber mit Reisemobil oder Caravan individuell und autark verreisen könnten. Der Verband hoffe nun auf eine klare Öffnungsstrategie für den Caravaning-Tourismus in Deutschland.

(dpa)

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