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Corona-Impfungen: 18,5 Prozent gegen das Virus geimpft

12:01
16.04.2021
18,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind nach Meldedaten mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 16. April hervor (Stand: 8.00 Uhr). Die zweite Spritze und damit vollständigen Impfschutz haben laut der Statistik bislang 6,4 Prozent der Menschen bekommen.

Je nach Bundesland unterscheidet sich die Impfquote deutlich: In Bremen und im Saarland haben 21,6 Prozent beziehungsweise 20,9 Prozent die erste Dosis bekommen, in Hessen als Schlusslicht sind es 16,7 Prozent. Vier weitere Bundesländer - Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen - dürften bald die 20 Prozent-Marke erreichen. Für den Donnerstag verzeichnet das RKI insgesamt 658 019 verabreichte Impfungen.

Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

(dpa/lsw)

Bundesregierung streicht Großbritannien von Corona-Risikoliste

12:00
16.04.2021
Wegen der stark gesunkenen Corona-Infektionszahlen in Großbritannien streicht die Bundesregierung das Land mit Ausnahme einzelner Überseegebiete am Sonntag von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet mit. Damit entfällt für Einreisende aus Großbritannien die Quarantänepflicht.

Zwei beliebte Urlaubsregionen in Portugal werden wegen steigender Infektionszahlen dagegen wieder als Risikogebiete eingestuft: die Algarve im Süden des Landes und die Azoren im Atlantik. Wer von dort nach Deutschland einreist, muss sich ab Sonntag wieder für zehn Tage selbst isolieren und kann sich erst nach fünf Tagen durch einen zweiten Test davon befreien. Ein erster negativer Test ist für alle Flugpassagiere bei Einreise nach Deutschland verpflichtend.

Als Risikogebiete werden Länder eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über 50 (Inzidenz) steigt. Das gilt für fast alle Länder in Europa ganz oder teilweise. Einzige Ausnahme war bisher Island.

(dpa/lsw)

Verbände und Politik schwören sich auf Impfkampagne ein

11:58
16.04.2021
In der Hoffnung auf steigende Impfstofflieferungen haben sich das Land, Ärzte, Sozialverbände und die Kommunen auf eine gemeinsame Linie verständigt. Beim sogenannten Impfgipfel des Landes beriet Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Freitag mit den mehr als 70 angemeldeten Konferenzgästen vor allem die praktische Umsetzung des Impfens für die Zeit, in der die ersehnten Mengen an Impfstoff auch tatsächlich in den Regalen liegen werden. In ersten Reaktionen zeigten sich Ärzte und Kommunalverbände zufrieden mit den Gesprächen und zuversichtlich.

«Wir haben die Grundlage gelegt für einen Schub in der Impfkampagne», sagte der baden-württembergische Gemeindetags-Präsident Steffen Jäger im Anschluss an die zweistündigen Gespräche. «Jetzt brauchen wir allerdings noch den dringend nötigen Impfstoff.» Das Land befinde sich an einem entscheidenden Punkt der Kampagne. «Wir müssen vorbereitet sein für die Zeit, wenn der Impfstoff vorliegt», sagte Jäger der Deutschen Presse-Agentur. «Deshalb war es wichtig, dass man klare Zusagen abgibt für ein gemeinsames Vorgehen, ein Miteinander und kein Gegeneinander.»

Auch der Präsident des Landkreistages, Landrat Joachim Walter aus Tübingen, zeigte sich angetan. Vom Gipfel gehe ein deutliches Signal der Geschlossenheit und Entschlossenheit aus. Die Teilnehmer und das Land hätten sich unter anderem auf eine stufenweise Verlängerung der Impfzentren geeinigt. Außerdem sollen Impfstoffe in den Regionen fairer und der Einwohnerstärke angemessen verteilt werden, sagte Walter mit Verweis auf das Gipfeldokument.

Bislang kommen Corona-Impfstoffe nur stockend nach Baden-Württemberg. Im April wird der Südwesten nach Angaben des Gesundheitsministeriums pro Woche rund 300 000 Dosen Corona-Impfstoff erhalten. Es ist zudem unklar, welchen Umfang die Impflieferungen ab Mai haben werden. Das Ministerium hofft aber, dass die Prognosen zutreffen und deutlich mehr Impfstoff geliefert wird.

(dpa/lsw)

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