Letztes Update:
20210415144211

Kirchen gedenken an die in der Pandemie Verstorbenen

14:11
15.04.2021
Die evangelischen und katholischen Bischöfe in Baden-Württemberg rufen am Sonntag in ihren Gottesdiensten zum Gedenken für die in der Pandemie verstorbenen Menschen auf. «Unsere Fürbitte gilt den Angehörigen und allen, die um sie trauern», heißt es in einer am Donnerstag in Stuttgart veröffentlichten Erklärung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der Evangelischen Landeskirche von Baden sowie der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg Stuttgart. Fast 9000 Menschen seien bisher im Südwesten gestorben.

Zugleich riefen die vier Kirchen dazu auf, die Arbeit des Pflegepersonals zu würdigen. «Wir danken allen Menschen, die in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in den vergangenen 13 Monaten um Leben und Gesundheit der Erkrankten gerungen haben, oft über die Grenzen der Belastbarkeit hinaus; möge Gott ihre Arbeit segnen.»

Im Südwesten gibt es keine zentrale Gedenkfeier. Dagegen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für den Sonntag eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen in der Pandemie im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin angesetzt. Dieser soll pandemiebedingt in einem sehr kleinen Kreis stattfinden. Teilnehmen werden die Spitzen der fünf Verfassungsorgane. Neben dem Bundespräsidenten sind dies: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), Bundesratspräsident Reiner Haseloff (CDU), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth. Fünf Hinterbliebene, die in der Pandemie Angehörige verloren haben, sollen den Gedenkakt mitgestalten. Vor dem Gedenken wird in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein ökumenischer Gottesdienst für die Opfer in der Pandemie gefeiert.

(dpa/lsw)

Seehofer seit Mittwoch gegen Corona geimpft

14:01
15.04.2021
Bundesinnenminister Horst Seehofer ist nach eigenen Angaben inzwischen gegen das Coronavirus geimpft. Er sei seit dem Vortag geimpft, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Er sei aufgrund seines Alters und seiner Vorerkrankungen berechtigt gewesen. Seehofer ist 71 Jahre alt.

Seehofer betonte, er habe die Impfung nicht öffentlich zelebrieren wollen. «Sondern das macht man zum Schutz von sich und der Bürgerschaft oder seinen Personen, mit denen man zu tun hat.»

Anfang April hatte die «Bild»-Zeitung berichtet, Seehofer habe einen Appell von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an die älteren Kabinettskollegen, sich mit Vakzin impfen zu lassen, zurückgewiesen. «Ich lasse mich nicht bevormunden», sagte er demnach zu «Bild».

Am Donnerstag sagte Seehofer: «Es kann jeder zu jedem Impfstoff seine persönliche Ansicht haben. Ich habe seit meiner Zeit als Gesundheitsminister zu Sicherheit bei Arzneimitteln eine bestimmte Einstellung, und die habe ich bis zum heutigen Tage.»

Auf die Frage, ob er eine Wahl verschiedener Substanzen gehabt habe, sagte Seehofer, dort, wo er sich habe impfen lassen, habe der Impfstoff von Biontech zur Verfügung gestanden. Eine Auswahl habe er nicht vorgefunden.

Astrazeneca wird in Deutschland nur noch für die über 60-Jährigen empfohlen. Der Einsatz für Jüngere bleibt nach ärztlichem Ermessen bei Menschen ohne höheres Blutgerinnsel-Risiko freiwillig möglich.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen