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Nächtliche Ausgangssperre kommt in Stuttgart

18:27
13.04.2021
Die rund 600 000 Stuttgarter dürfen sich ohne triftigen Grund ab Freitag nachts nicht mehr draußen aufhalten. Da die Inzidenzzahlen in der Landeshauptstadt stiegen, müssten die Maßnahmen verschärft werden, begründete Oberbürgermeister Frank Nopper den Schritt. «Die Notbremse, die wir am 31. März gezogen haben, hat leider nicht zur erhofften Eindämmung des Infektionsgeschehens geführt», sagte der Christdemokrat am Dienstag. Der Inzidenzwert lag am Dienstag (Stand 16 Uhr) bei 149,2.

Im Zuge der Notbremse waren Museen, Galerien und der botanisch-zoologische Garten Wilhelma geschlossen worden. Die meisten körpernahen Dienstleistungen wie in Kosmetik-, Tatto- und Nagel-Studios wurden untersagt. Der Einzelhandel musste das «Click and Meet» einstellen.

Die weitreichendere Entscheidung der Landeshauptstadt wurde auch mit Blick auf die nächtlichen Ausgangssperren fast aller Landkreise der Region Stuttgart getroffen – außer dem Landkreis Böblingen. Zudem habe das Land Baden-Württemberg angekündigt, dem Beschluss der Bundesregierung zu folgen, nächtliche Ausgangssperren durch die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes bereits ab einer dreitägigen Überschreitung des Inzidenzwerts von 100 anzuordnen.

Die Ausgangssperre gilt erstmals in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ab 0 Uhr. In den Folgetagen bginnt die Beschränkung von 21 Uhr und endet um 5 Uhr.

(dpa)

Drosten hält weitere Maßnahmen neben Corona-Notbremse für nötig

18:07
13.04.2021
Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. «Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss», sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast «Coronavirus-Update» bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in «allernächster Zeit» geschehen. «Ich erwarte jetzt nicht ohne weiteres, dass man damit die Situation in der Intensivmedizin kontrollieren kann», sagte Drosten mit Blick auf die Entscheidung.

Das Bundeskabinett hat am Dienstag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen. Kommende Woche sollen die Neuerungen erst vom Parlament beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren - trotz deutlicher Kritik einiger Länder und der Opposition im Bundestag.

Über die eingeschränkte Aussagekraft der Corona-Meldezahlen nach Ostern sagte Drosten: «Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen.» Er befürchte, dass man dann wieder in einem Bereich zwischen 20 000 und 30 000 täglich gemeldeten Neuinfektionen landen werde. Durch die Osterferien sieht der Virologe allerdings für die Schulen zunächst einen «nachhaltigen Entschleunigungseffekt», wie er sagte.

(dpa)

Impfen zeigt Wirkung - weniger Infektionen bei Älteren

18:04
13.04.2021
Die Impfung der älteren Generation zeigt Wirkung: Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Dienstag lag der Anteil der infizierten über 60-Jährigen an allen Fällen innerhalb der vergangenen 7 Tage bei 15 Prozent. Vor einer Woche waren es noch 16 Prozent. Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen bis zu einem Alter von 19 Jahren macht aktuell 18 Prozent der Infizierten aus. Seit Jahresbeginn wurden 104 Covid-19-Ausbrüche bei Schulen mit 514 Infektionen und 260 Ausbrüche bei Kitas mit 2163 Infektionen gezählt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg binnen eines Tages von 143,7 auf 160,9 (Stand 16.00 Uhr). Die Schwelle der 200er-Inzidenz überschreiten 7 von 44 Stadt- und Landkreisen. Den höchsten Wert hat der Stadtkreis Heilbronn (304,9), die niedrigste Inzidenz hat Heidelberg mit 63,8.

Die Zahl der bestätigten Fälle stieg landesweit innerhalb eines Tages um 3244 auf 392 677. An oder mit dem Coronavirus starben 35 Menschen, insgesamt sind es 8981 Tote. Als genesen gelten 348 504 Menschen (plus 1649).

(dpa)

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