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Brinkhaus: Bundestagsberatungen über Infektionsschutz nur eine Woche

16:34
13.04.2021
Die Beratungen des Bundestags über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes sollen laut Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus nur eine Woche dauern. «Wir werden diese Woche die erste Lesung haben und werden das dann in der nächsten Woche abschließen», sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin vor Beginn der Sitzung der CDU/CSU-Fraktion. Deutschland befinde sich in einer «sehr schwierigen pandemischen Lage». Die Warnungen aus dem Bereich der Intensivmedizin und der Pflegeberufe vor einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems nähmen zu.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt betonte: «Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass wir diese Notbremse auch brauchen, dass wir eine bundeseinheitliche Regelung auch brauchen.» Über Details könne man selbstverständlich sprechen.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner kritisierte das beschleunigte Beratungsverfahren. Dieses sehe so aus, «dass die Bundesregierung mit heißer Nadel ein Gesetz strickt, das in einem Eilverfahren am liebsten ohne Anhörung von Expertinnen und Experten durchs Parlament pauken will, und die Länder werden überhaupt nicht mehr zurate gezogen».

Lindner kritisierte unter anderem die vorgesehenen Ausgangsbeschränkungen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Er nannte die 100er Inzidenz ungeeignet, um das Pandemiegeschehen abzubilden. Wenn es in einem Landkreis einen Cluster-Ausbruch gebe, etwa - wie mehrfach geschehen - in einem fleischverarbeitenden Betrieb, dann werde die Konsequenz sein, dass teilweise noch dutzende Kilometer entfernt «auch geimpfte Menschen vom Abendspaziergang abgehalten werden».

(dpa)

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in Bundeswehrapotheke

16:33
13.04.2021
Mehr als 230 000 Dosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson sind am Dienstag nach dpa-Informationen in der Bundeswehrapotheke im niedersächsischen Quakenbrück angekommen. Alle Corona-Impfdosen für Deutschland werden zunächst dorthin gebracht. Von dort wird der Impfstoff dann an die Bundesländer verteilt.

Wann der Impfstoff von Johnson & Johnson weitertransportiert wird, war zunächst unklar. Am Dienstag hatte der Pharmakonzern mitgeteilt, den Marktstart seines Impfstoffs in Europa zu verschieben. Hintergrund sind Berichte über Sinusvenenthrombosen nach Impfungen. Der Konzern will die Fälle mit Experten und den Gesundheitsbehörden untersuchen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte vergangene Woche mitgeteilt, Fälle von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson zu prüfen. Die Behörde hatte betont, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei. Am Montag hatte Johnson & Johnson mit der Lieferung seines im März zugelassenen Impfstoffes in die EU-Staaten begonnen. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Präparats; gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

(dpa)

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