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DFB-Vize Koch drängt München zu EM-Zusagen: «Schwer zu vermitteln»

08:27
13.04.2021
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) drängt München im Ringen um die vier geplanten EM-Spiele in diesem Sommer auf weitere Zuschauer-Zusagen. Sollte der Kontinentalverband UEFA fürchten, in den Allianz Arena nur Geisterspiele zu bekommen, könnte München in der nächsten Woche seinen Status als Ausrichterstadt verlieren.

«Es ist schwer international zu vermitteln, auf Spiele in München bestehen zu wollen und gleichzeitig schon jetzt zu sagen, dass Zuschauer nicht zugelassen werden, wenn anderswo in Europa, z.B. in London, sich Länder anbieten für weitere Spiele mit Zuschauern», schrieb DFB-Vizepräsident Rainer Koch am Montagabend bei Facebook.

Zuvor hatte sich der Funktionär mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) getroffen, um die Lage zu bereden. Danach äußerten beide den Wunsch, dass die drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale vor zumindest teilweise gefüllten Rängen ausgetragen werden. Reiter aber machte auch klar, dass es in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie unmöglich sei, vorab feste Zusagen zu geben.

«Hellsehen kann keiner und Gesundheitsschutz geht vor. Aber ich meine - und freue mich, dass Münchens OB das auch so sieht - , dass wir alle Anstrengungen unternehmen sollten um einen gewissen Prozentsatz von Zuschauern im Stadion vielleicht doch zulassen zu können», schrieb Koch. Bis nächsten Montag will die UEFA weitere Infos von München, Rom, Bilbao und Dublin haben, ehe das UEFA-Exekutivkomitee final über die Zahl der Gastgeber entscheidet. Acht Städte haben bereits Spiele vor zumindest einigen Zuschauern zugesichert.

(dpa)

Deutschland-Tourismus weiter im Corona-Tief

08:26
13.04.2021
Die Hotellerie in Deutschland leidet weiter unter den Folgen der Corona-Krise. Die Zahl der Übernachtungen brach im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund drei Viertel (76,0 Prozent) auf 7,2 Millionen ein, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Besonders dramatisch fiel der Rückgang bei den ausländischen Gästen aus. Hier verringerte sich die Zahl der Übernachtungen um 86,2 Prozent auf 0,8 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland ging um 73,6 Prozent auf 6,4 Millionen zurück.

Touristische Übernachtungen sind derzeit verboten. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe dürfen seit vergangenem Herbst nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Doch für viele Betriebe lohnt sich der Aufwand offenbar nicht: Von den rund 51 000 vom Statistischen Bundesamt erfassten Beherbergungsbetrieben hatten im Februar nur 29 300 geöffnet. Im Corona-Krisenjahr 2020 war die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr um 39,0 Prozent auf das Rekordtief von 302,3 Millionen gesunken.

(dpa)

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