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Bislang rund 12 000 Kinder im Kita-Alter mit Corona infiziert

15:42
09.04.2021
Bei Kleinkindern sind Mutationen des Coronavirus nach Angaben des baden-württembergischen Landesgesundheitsamtes mittlerweile ungefähr so stark verbreitet wie bei älteren Menschen. «Nach den bisherigen Erkenntnissen gilt, dass Kinder ähnlich häufig betroffen sind wie Erwachsene», teilte das LGA am Freitag mit. Seit Anfang Dezember 2020 seien 8276 Jungen und Mädchen im Alter bis sechs Jahren am Virus erkrankt, jedes vierte Kind (26,95 Prozent) an einer Mutante (Stand 8. April, 15.00 Uhr).

In den vergangenen Wochen ist der Anteil der Mutationen bei den registrierten Covid-19-Fällen allerdings deutlich gestiegen. Neun von zehn Fällen gingen zuletzt landesweit und über alle Altersklassen hinweg auf eine Variante zurück.

Insgesamt haben sich laut Landesgesundheitsamt seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 rund 12 000 Kinder in dieser Altersgruppe infiziert. Das entspricht einem Anteil von 3,16 Prozent der mehr als 380 000 bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg. Zuerst hatten die «Heilbronner Stimme» und der «Mannheimer Morgen» (Samstag) über die Zahlen berichtet.

(dpa/lsw)

«Grünes Zertifikat» und Virusvarianten: EU-Staaten billigen Millionen

13:40
09.04.2021
Die EU-Staaten wollen 121,5 Millionen Euro in die Arbeit am digitalen «grünen Zertifikat» sowie für die bessere Erkennung von Corona-Varianten investieren. Diese Summe aus dem gemeinsamen Haushalt billigte der Rat der EU-Staaten am Freitag in Brüssel. Das Geld stammt aus der sogenannten Solidaritäts- und Soforthilfereserve für Notfälle. Die Zustimmung des Europaparlaments steht noch aus, könnte aber Ende des Monats erfolgen.

Konkret soll das Geld unter anderem für die Arbeit am «grünen Zertifikat» genutzt werden, das das Reisen innerhalb der EU erleichtern und zum 1. Juni einsatzbereit sein soll. Außerdem soll das Geld in die Erkennung und Überwachung vor Virus-Mutationen, die Entwicklung und Anpassung neuer PCR-Tests sowie die Überwachung von SARS-CoV-2 und neuer Virusvarianten in Abwässern investiert werden.

(dpa)

Kretschmann für mehr Einheitlichkeit bei Pandemie-Bekämpfung

12:59
09.04.2021
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Gründe) hat die Wende bei der Corona-Strategie von Bund und Ländern begrüßt. Kretschmann sagte am Freitag in Stuttgart: «Wir haben schon mehrfach signalisiert, dass wir einen Rahmen, der länderübergreifend bei bestimmten Punkten für mehr Einheitlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit sorgt, für sinnvoll und notwendig erachten.» Man finde es deshalb absolut richtig, die Regeln der Notbremse ab einer Inzidenz von 100 verbindlich im Bundesinfektionsschutzgesetz zu verankern.

Zuvor war die eigentlich für Montag geplante Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder abgesagt worden. Stattdessen soll im Eilverfahren das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden. Kretschmann sagte: «Aber um es klar zu sagen: Die Länder haben bereits jetzt alle Instrumente in der Hand, um die Notbremse effektiv umzusetzen. So machen wir das auch in Baden-Württemberg.» Dass hier noch einige zögerten, sei angesichts der Pandemielage nicht nachvollziehbar.

Eine Verschiebung der Ministerpräsidentenkonferenz hatte sich zuvor bereits angedeutet. Sie wurde auch durch einen Vorstoß der Spitzen der Koalitionsfraktionen im Bundestag nötig. Die Fraktionschefs Ralph Brinkhaus (CDU) und Rolf Mützenich (SPD) sowie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hatten in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), eine Bundestagsdebatte noch vor der nächsten Bund-Länder-Runde verlangt. Der Bundestag kommt vom kommenden Mittwoch bis Freitag zusammen.

(dpa/lsw)

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