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20210414121032

RKI: Mobilität stärker einschränken zum Brechen der dritten Welle

10:31
09.04.2021
Zum Brechen der dritten Corona-Welle in Deutschland sind aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) stärkere Einschränkungen der Mobilität nötig. «Wenn man die Modellierungen anschaut, die von vielen Gruppen aus Deutschland kommen, dann heißt ein Lockdown, dass die Mobilität massiv eingeschränkt wird», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Viele Experten bezögen sich auf Daten aus dem vergangenen Frühjahr mit starken Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Die meisten Modellierer hielten Lockdown-Zeiträume von zwei bis vier Wochen für nötig, um diese Welle zu brechen, so Wieler.

Die gegenwärtige Situation sei «dem Infektionsschutz gegen Covid-19 nicht zuträglich». Der Institutschef betonte, dass jeder Tag des Abwartens Menschenleben koste.

(dpa)

Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen

09:54
09.04.2021
Bund und Länder wollen das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen. Sie wollten eine Regelung für das Vorgehen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner schaffen, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit.

(dpa)

Apo-Bank: Arztpraxen und Apotheken kommen mit blauem Auge durch Krise

09:54
09.04.2021
Die Arztpraxen und Apotheken in Deutschland kommen nach einer Zwischenbilanz der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apo-Bank) meist mit einem blauen Auge durch die Corona-Krise. «Die Einnahmen werden etwas unter Vorjahresniveau liegen. Tatsächliche Liquiditätsengpässe erwarten wir aber nur in seltenen Ausnahmen», berichtete das Geldinstitut, das nach eigenen Angaben die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen ist, am Freitag in Düsseldorf. Im Großen und Ganzen hätten die staatlichen Schutzmaßnahmen größere Verwerfungen in der ambulanten Versorgung bislang verhindert.

Das Problem für viele Arztpraxen: In der Corona-Krise fielen zahlreiche «normale» Behandlungs- und Beratungstermine aus, auch etliche Präventionsmaßnahmen und verschiebbare Eingriffe wurden abgesagt. Zwar zahlten die gesetzlichen Krankenversicherungen laut Apo-Bank trotz verminderter Leistungsmengen im üblichen Umfang. Ganz anders sah es jedoch bei den Privatpatienten aus. Hier brachen die Umsätze zeitweise massiv ein, wie die Apo-Bank berichtete.

Auch bei den Apotheken ging es laut Umfrage zeitweise turbulent zu. Am Anfang der Corona-Krise im März 2020 verzeichneten viele Apotheken zunächst Umsatzsteigerungen. Doch bereits im Mai lag der Arzneimittelabsatz um bis zu 30 Prozent unter dem Vorjahr. Vor allem Apotheken in Einkaufsstraßen und Shopping-Centern litten unter sinkender Nachfrage. Andererseits profitierten die Apotheken auch von ihrer Einbindung in die Pandemie-Bekämpfungspolitik der Bundesregierung - zum Beispiel bei der Verteilung von Schutzmasken oder der Durchführung von Schnelltest.

«Die Auswirkungen waren vor allem zu Beginn der Pandemie deutlich zu spüren, die Praxen und Apotheken haben sich aber insgesamt aufgrund ihrer schnellen Reaktionsfähigkeit sehr gut geschlagen», berichtet die Apo-Bank.

(dpa)

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