Letztes Update:
20210414121032

Uhren- und Schmuckhandel leidet stark unter der Corona-Krise

09:17
09.04.2021
Die Corona-Krise hat Uhren- und Schmuckhändler hart getroffen. Der Umsatz der Branche sank im Pandemiejahr 2020 um über 11 Prozent auf 4,25 Milliarden Euro, wie der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BVJ) am Freitag in Köln mitteilte. Vor allem der Umsatz mit Uhren brach wegen fehlender Touristen und Geschäftsreisender ein. Hier betrug das Minus sogar 15 Prozent.

Besonders negativ für die Branche habe sich der Lockdown kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft ausgewirkt, sagte BVJ-Präsident Stephan Lindner. Die Branche brauche das Einkaufs- und Beratungsumfeld in den Geschäften, um die Ware wirkungsvoll in Szene zu setzen. Online-Verkäufe und Distanzberatung könnten die Lockdown-Folgen deshalb nicht kompensieren, sagte Lindner. Die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung habe keine nennenswerten Effekte für die Branche gehabt.

Auch im ersten Quartal 2021 sei die Umsatzentwicklung in der Branche katastrophal gewesen, sagte Lindner. Der BVJ geht zwar von einem deutlichen Nachholbedarf nach Ende des Lockdowns aus. Doch die durch die pandemiebedingten Schließungen verursachten Umsatzausfälle im ersten Quartal ließen sich im Rest des Jahres «nicht ansatzweise aufholen».

(dpa)

RKI: Ab Mitte nächster Woche wieder zuverlässigere Corona-Zahlen

09:16
09.04.2021
Nach dem Verzug bei Tests und Meldungen auf das Coronavirus rund um Ostern rechnet das Robert Koch-Institut (RKI) ab Mitte nächster Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. «Die Fallzahlen und auch die Sieben-Tage-Inzidenzen sind im Moment nicht so zuverlässig, wie wir es gerne hätten.» Das liege hauptsächlich daran, dass es über die Feiertage weniger Arztbesuche gegeben habe.

Wieler betonte, es gebe aber ausreichend weitere Daten, die Aufschluss über die tatsächliche Situation gäben. «Diese Entwicklung zeigt leider, dass die Lage sehr, sehr ernst ist.» Nach Daten aus rund 70 Kliniken bundesweit müssten immer mehr und auch immer jüngere Menschen wegen schweren Atemwegsinfektionen in Krankenhäusern behandelt werden. Die Intensivstationen füllten sich rasant.

«Wir befinden uns in der dritten Welle, ausgelöst durch die Variante B.1.1.7.» Diese sei noch ansteckender, noch gefährlicher und dadurch schwer einzudämmen. Es würden zwar immer mehr Menschen geimpft, aber es werde noch dauern, bis die Impfungen einen Effekt auf der Bevölkerungsebene zeigten. Er rief dazu auf, Impfangebote wahrzunehmen.

Nach Daten vom Freitag haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 25 464 neue Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 296 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich in den Ferien meist weniger Menschen testen lassen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe.

(dpa)

Spahn blickt positiv auf Impfstart bei den Hausarztpraxen

09:16
09.04.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) blickt positiv auf den Einstieg der Hausarztpraxen in die Corona-Impfungen. «Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg. In den vergangenen Tagen wurden so viele Menschen geimpft, wie nie zuvor», sagte Spahn am Freitag in Berlin. Demnach habe es am Donnerstag mit 719 000 Impfungen an einem Tag einen weiteren Tagesrekord gegeben.

Dieser Anstieg in den vergangenen Tagen sei darauf zurückzuführen, dass einerseits mehr Impfstoffe verfügbar gewesen seien und auch die Hausärzte in die Corona-Impfungen eingestiegen seien. Demnach hätten Stand Freitagmorgen 14,7 Prozent der Deutschen eine erste Impfung erhalten. Insgesamt verabreicht wurden laut Spahn seit dem Start der Impfkampagne im Dezember damit rund 17 Millionen Impfdosen.

In den ersten zwei Wochen würden die Arztpraxen mit dem Impfstoff von Biontech beliefert, bekräftigte Spahn. Ab Mitte April gebe es etwa zur Hälfte Biontech und zur Hälfte Astrazeneca, später auch den Impfstoff von Johnson & Johnson. Biontech liefere bisher sehr verlässlich und auf den Wochentag genau. Das habe man bei den anderen Herstellern noch nicht erreicht, hier sei teils nur die Lieferwoche bekannt, nicht aber der Tag.

Spahn bekräftigte außerdem, dass das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben, noch geringer ist als bei negativ Getesteten. «Das heißt, wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat zwei Wochen später so behandeln, als hätte er gerade aktuell einen negativen Test gemacht.» Das sei kein Privileg oder Sonderrecht. «Jeder kann sich kostenlos testen lassen.»

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen