Letztes Update:
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Niedersachsen führt Corona-Testpflicht an Schulen ein

13:21
01.04.2021
Niedersachsen führt nach den Osterferien eine Corona-Testpflicht für den Schulbesuch ein. Schüler und Beschäftigte sollen sich selbst vor Unterrichtsbeginn an Präsenztagen zu Hause testen, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag in Hannover an. Ohne negatives Testergebnis ist der Besuch des Unterrichts nicht möglich. «Ich glaube, dass wir damit einen weiteren sinnvollen Baustein setzen, um die Sicherheit zu erhöhen», sagte Tonne. «Die Testungen helfen dabei, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.»

In der Regel sollen künftig zwei Tests pro Woche vorgenommen werden, erläuterte der Minister. Die Testpflicht gilt dabei auch für die Notbetreuung in den Schulen. Zu Hause versäumte Tests können ausnahmsweise in der Schule in einem dafür ausgewiesenen separaten Raum nachgeholt werden. Bei einem positiven Testergebnis informieren die Betroffenen die Schule, die das Gesundheitsamt einschaltet.

Eltern oder erwachsene Schüler sollen das negative Testergebnis am Testtag schriftlich bestätigen. Schulen können auch die Vorlage eines benutzten Testkits verlangen. «Das Verfahren setzt auf Vertrauen gegenüber Schülern, gegenüber Lehrern», meinte der Minister.

Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt haben eine Testpflicht an Schulen für die Zeit nach Ostern bereits beschlossen, in anderen Bundesländern wird darüber diskutiert.

(dpa)

Steinmeier hält Fernseh-Ansprache zur Corona-Pandemie

13:12
01.04.2021
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Abend des Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie halten. Das teilte das Bundespräsidialamt in Berlin am Donnerstag mit. Steinmeier hatte sich bereits im vergangenen Jahr an Ostern per Fernsehen an die Bürger gewandt. Dabei rief er die Menschen in Deutschland zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise auf. Der Bundespräsident erhielt am Donnerstag seine erste Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca.

In den vergangenen Wochen hatte Steinmeier mehrfach Verständnis für die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Bekämpfung der Pandemie gezeigt, zugleich aber immer wieder zu Zuversicht aufgerufen. «Ich verstehe den Frust», sagte Steinmeier zum Beispiel am Freitag vergangener Woche. Der Tunnel sei länger als gedacht und gehofft. «Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung.»

(dpa)

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