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Nächste Coronademo in Stuttgart angekündigt

09:43
08.04.2021
Gegner der Corona-Maßnahmen wollen am 17. April erneut in Stuttgart auf die Straße gehen. Bei der Stadt sei eine entsprechende Veranstaltung angemeldet, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit. «Diese wird nun geprüft - unter Einbeziehung der Ereignisse vom vergangenen Wochenende.» Hinter der neuen geplanten Kundgebung steht eine Initiative mit dem Namen «Es reicht uns».

In der Landeshauptstadt hatten sich am Karsamstag rund 15 000 Menschen größtenteils ohne Masken und Mindestabstand versammelt und die Stadt in große Erklärungsnot gebracht. Es waren mehr als 1000 Polizisten im Einsatz. Sie schritten wegen der Verstöße gegen die Corona-Regeln aber kaum ein. Stuttgarts Stadtoberhaupt Frank Nopper (CDU) hatte die Erlaubnis der Stadt für die Demonstration verteidigt. Sie war von der «Querdenken»-Bewegung angemeldet worden.

Die Veranstalter namens «Es reicht uns» hatten zuletzt am 13. März in Stuttgart demonstriert. Damals hatte die Polizei die Teilnehmer aufgefordert, die Auflagen einzuhalten. Daraufhin löste der Anmelder die Veranstaltung auf, wie die «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» berichteten. Er habe das nicht mit der mangelnden Einsicht der Teilnehmenden begründet, Masken zu tragen und Abstand zu halten, sondern mit dem schlechten Wetter. Die Menge trennte sich dann und zog in Grüppchen in die Innenstadt.

(dpa/lsw)

Polens Behörden melden fast 1000 Corona-Tote binnen eines Tages

09:38
08.04.2021
In Polen haben die Behörden binnen eines Tages 954 Tote nach einer Corona-Infektion gemeldet - den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Im gleichen Zeitraum wurden 27 887 Neuinfektionen registriert, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Warschau mit.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte, in die Zahlen seien 350 Menschen eingerechnet, die in der Zeit von Karfreitag bis Ostermontag gestorben seien und deren Tod erst mit Verzögerung gemeldet worden sei. «Wir müssen aber sicherlich mit einem steigenden Trend bei den Todesfällen rechnen.» Dies ergebe sich aus der wachsenden Zahl der Covid-Patienten mit schweren Verläufen, die einen Klinikaufenthalt benötigen. Gegenwärtig werden 34 864 Covid-Patienten in den Krankenhäusern behandelt, 3362 von ihnen werden künstlich beatmet. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Das Gesundheitssystem könne bei der Versorgung der Covid-Patienten in den Krankenhäusern bald an seine Grenzen kommen, warnte der Sprecher. Man bereite sich weiter darauf vor, Patienten aus dem besonders betroffenen Schlesien in Kliniken in anderen Regionen zu verlegen.

Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

(dpa)

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