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20210414121032

Mehr Covid-19-Fälle: Charité reduziert Zahl der planbaren Eingriffe

09:31
08.04.2021
Wegen steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle schränkt Europas größte Uniklinik, die Berliner Charité, künftig wieder den übrigen Klinikbetrieb stark ein. Ab kommender Woche würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder vermehrt in Covid-19-Bereichen eingesetzt, planbare Eingriffe würden zurückgefahren, teilte der für die Krankenversorgung zuständige Vorstand Martin Kreis am Donnerstag mit. «Wir rechnen mit einer erneut starken Arbeitsbelastung unserer Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte.» Notfälle und zeitkritische Eingriffe sollen von der Regelung vorerst ausgenommen bleiben.

Die Charité versorgt in Berlin vorrangig Betroffene mit schweren Covid-19-Verläufen. Sie hatte bereits von Mitte Dezember bis Ende Januar ein Notfallprogramm gefahren, um die Patientenzahlen zu bewältigen. Seit Mitte März steigt bundesweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an, auf nun mehr als 4400. In Berlin nähert sich die Auslastung der Intensivbetten mit dieser Art von Erkrankten wieder der als kritisch definierten Schwelle von 25 Prozent an. Als Nadelöhr bei der Versorgung gilt vor allem die Verfügbarkeit von Pflegepersonal.

(dpa)

Altmaier berät mit Wirtschaftsverbänden über Corona-Krise

09:22
08.04.2021
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat am Donnerstag Beratungen mit Wirtschaftsverbänden zur Corona-Krise aufgenommen. Mehr als 40 Verbände wollten ihm aktuelle Probleme schildern. Die Gespräche sollen sich bis in den Nachmittag hinziehen. Schwerpunkte der Videokonferenz dürften die Debatte über einen harten Lockdown, die Ausweitung von Tests in Firmen sowie der Stand von Hilfsprogrammen für Unternehmen sein.

Vor dem Wirtschaftsgipfel hatten sich Verbände mit dem Kurs der Politik in der Corona-Krise unzufrieden gezeigt. Sie forderten eine klare Perspektive und eine verlässliche Strategie.

(dpa)

Gewerkschaft Verdi fordert Testpflicht auch in Kindertagesstätten

09:01
08.04.2021
An baden-württembergischen Kindertagesstätten muss es nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi eine Testpflicht nach dem Vorbild der Schulen im Land geben. Es müssten umsetzbare und auch verpflichtende Konzepte erstellt werden für die zweimalige Testung von Kindern und Beschäftigten pro Woche, forderte der Landesbezirksleiter der Gewerkschaft Verdi, Martin Gross, am Donnerstag in Stuttgart. Allerdings dürften die Betreuerinnen und Erzieher nicht zusätzlich belastet werden. Es müsse zudem eine ausreichende Zahl von Test-Kits kostenlos angeboten werden. «Wir wollen einen möglichst sicheren Betrieb in den Kitas haben», sagte er.

Die Stimmung in den Kitas werde angesichts der unsicheren und risikoreichen Lage zunehmend schlechter, auch der Fachkräftemangel werde nach der Pandemie stärker, sagte Gross. «Die Kolleginnen und Kollegen fühlen sich in den Einrichtungen alleine gelassen», kritisierte er.

Die Landesregierung will dem Vernehmen nach am Donnerstag weitere Entscheidungen zur Strategie in den Kitas bekanntgeben. Dabei könnte es auch um eine Testpflicht oder ein Testangebot für Kinder gehen.

(dpa/lsw)

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