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Offener Brief: Hof: Ärzte sehen Licht am Ende des Tunnels

16:19
04.03.2021
Auch wenn die Menschen erschöpft seien, sollten sie medizinische Angebote wahrnehmen. Nur mit Tests und Impfungen könne man sich wieder einem normalen Alltag nähern.

Hof - Über 50 Ärzte aus Stadt und Landkreis Hof appellieren in einem offenen Brief an alle Bürger, sich testen und impfen zu lassen, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die jedermanns Alltag bestimmt, erfolgreich zu sein. Es sei ihr Anliegen, dass alle alle „baldmöglichst ein lebenswertes Leben in Freiheit und Sicherheit zurückgewinnen“.

Obwohl in der Region die Zahlen derzeit immer noch hoch seien, die Erschöpfung bei allen stark ausgeprägt sei und alle langsam keine Lust mehr hätte, sehen die Ärzte dennoch durch ein klares Konzept für die nächsten Wochen „eindeutig Licht am Ende des Tunnels“. Und es gebe einen Plan. Zu dem gehörten zunächst Test. „50 Prozent aller Ansteckungen erfolgen, bevor der Überträger nur ahnt, dass er ansteckend sein könnte. Das Virus verbreitet sich unbemerkt, und je weniger Menschen sich regelmäßig testen lassen, umso heimtückischer ist das“, heißt es in dem Schreiben. Hieraus folge, dass regelmäßiges Testen auch dann sinnvoll sei, wenn man keine Beschwerden hat.

Beschwerdefreie Überträger müssten rasch identifiziert und isoliert werden, um die Anzahl von Infizierten und Erkrankten zu senken. Die Mediziner warnen vor einem Fehlschluss: „Manche Menschen denken, dass viele Tests zu hohen Inzidenzwerten führen und zu einem längeren Lockdown – aber das ist zu kurz gedacht. Denn die unerkannten Spreader schüren das Infektgeschehen immer wieder an.“

Bei den Impfungen sind die Mediziner optimistisch. Sie rechnen für die nächsten Wochen, wohl bereits im März, mit einem deutlich größeren Angebot an Impfstoffen in der Region. Sie selbst könnten – wahrscheinlich schon in den nächsten Wochen – ihren Patienten Impfungen anbieten. Sehr ermutigend seien die Ergebnisse aus aller Welt, nach denen Geimpfte wesentlich seltener schwer erkrankten, vor allem jedoch zeige sich immer klarer: „Wer geimpft ist, gibt das Virus nicht mehr weiter oder nur in winziger Menge.“ Das bedeutet, man schütze sich und andere mit einer Impfung.

In den letzten Wochen hätten die Ärzte der Region mit Schulen und Kitas individuelle Testkonzepte erarbeitet und dort intensiv geschult und getestet, denn: „Unser Anliegen ist es, Familien und Einrichtungen wieder mehr Sicherheit zu geben und eine praktisch umsetzbare Aussicht auf einen relativ normalen Alltag.“