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Sieben-Tage-Inzidenz: Landratsamt Kronach erwartet weiteren Anstieg

14:29
04.03.2021
Noch sind Schulen und Kitas offen

Landkreis Kronach - Wie bereits mitgeteilt, bleiben im Landkreis Kronach am Freitag die Schulen und Kitas weiter geöffnet. Eine Entscheidung, wie es in der nächsten Woche weitergeht, soll am Freitagvormittag getroffen, teilte das Landratsamt Kronach am Donnerstag mit. Die Behörde wies aber auch darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Zahlen ein weiterer Anstieg bei der 7-Tage-Inzidenz zu erwarten sei.

Die Zahl der Menschen, die mit nachgewiesener Covid-19-Infektion gestorben sind, ist erneut gestiegen. Es handelt sich um eine 91-jährige Frau. Damit gibt es seit Ausbruch der Pandemie bisher 64 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Freitag bei einem Wert von 103,4. In den vergangenen sieben Tagen hatten sich 69 Männer und Frauen neu mit dem Virus infiziert. Seit Donnerstag ist die Zahl der Infizierten um 24 gestiegen, genesen ist niemand.

Aktuell waren am Donnerstag 121 Infizierte in Quarantäne. Aus Kronach kamen davon 36 Infizierte, aus Küps 13, Ludwigsstadt zwei, Marktrodach sechs, Mitwitz drei, Nordhalben einer, Pressig acht, Reichenbach zwei, Steinwiesen zwei, Stockheim acht, Tettau neun, Teuschnitz zwei, Wallenfels einer, Weißenbrunn zehn und Wilhelmsthal 18. Keine Corona-Fälle wurden in Schneckenlohe, Steinbach am Wald und Tschirn registriert.

Söder: Kritiker der Corona-Strategie gefährden Pandemie-Bekämpfung

14:11
04.03.2021
Die fortwährende Kritik an der Corona-Strategie von Bund und Ländern gefährdet nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die für den Erfolg wichtige Akzeptanz der Bevölkerung.

München - „Jeder, der jetzt diese Konzepte ganz bewusst zerredet, darf sich zumindest mit der Frage konfrontiert sehen, ob er das Mitmachen der Bevölkerung stärkt oder das Gegenteil macht“, sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Das am Mittwoch nach stundenlangen Beratungen beschlossene neue Corona-Konzept sieht mehr Lockerungen vor, setzt aber zugleich auch auf die Eigenverantwortung der Menschen. „Deswegen jetzt die Bitte und der Wunsch, da mitzumachen, sich einzubringen, nicht wieder alles zu zerreden“, betonte Söder.

Wirtschaft enttäuscht über Öffnungsstrategie

14:03
04.03.2021
In der bayerischen Wirtschaft überwiegt die Enttäuschung über die beschlossene Öffnungsstrategie in der Corona-Krise. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sah am Donnerstag „wenig Licht und viel Schatten“. 

München - Viele Fragen seien ungeklärt, sagte Präsident Eberhard Sasse. „Da sich die Öffnungen an den ständig schwankenden Inzidenzwerten orientieren, sind viele Unternehmen nach wie vor ratlos und frustriert.“
Der Landesgeschäftsführer des Hotel und Gaststättenverbands Dehoga, Thomas Geppert, sagte, die Beschlüsse seien „enttäuschend und nicht nachvollziehbar. Kontaktbeschränkungen im Privaten zu lockern und zeitgleich geschützte Bereiche geschlossen zu halten, halten wir angesichts der Erfahrungen der letzten Monate für fahrlässig.“

Der Präsident des Handelsverbands Bayern, Ernst Läuger, nannte die Beschlüsse „eine Katastrophe für den Handel. Faktisch wird der Lockdown trotz aller theoretischen Öffnungsperspektiven bis Ende März verlängert.“ Dies koste die geschlossenen Händler 1,6 Milliarden Euro an Umsatz. „Das können wir nicht mehr verkraften.“ Der Verband befürchtet eine Pleitewelle. 8000 Betriebe seien bedroht, 25 000 Jobs stünden auf der Kippe.