Letztes Update:
20210407073046

Immer weniger Verkehrstote: Rückgang bei Zweiradfahrern am geringsten

07:27
07.04.2021
Seit Jahrzehnten sinkt die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland - am wenigsten profitieren von dem positiven Trend bisher aber Fahrerinnen und Fahrer von Motorrädern und Fahrrädern. 

Wiesbaden - Dies geht aus einer am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichten Auswertung des Statistischen Bundesamts hervor. Von 1991 bis 2020 sank demnach die Zahl der Verkehrstoten insgesamt um 76 Prozent. Bei Autoinsassen betrug der Rückgang 83 Prozent, bei Fußgängerinnen und Fußgängern 80 Prozent. Bei den Fahrern von Motor- und Fahrrädern war der Rückgang mit 55 und 54 Prozent deutlich geringer.

Unter den Verkehrstoten stellen Autofahrer weiterhin die größte Gruppe - obwohl ihr Anteil seit 1991 deutlich zurückging, von 60 auf 43 Prozent. Bei den Motorradfahrern erhöhte er sich von rund 11 auf 20 Prozent, bei den Fahrradfahrern von 8 auf 16 Prozent.

Wegen der Corona-Pandemie war der Rückgang bei den Verkehrstoten im vergangenen Jahr besonders deutlich, wie das Bundesamt bereits Ende Februar bekanntgegeben hatte. Die Zahlen wurden nun leicht nach unten korrigiert, es waren fünf Tote weniger als mit den vorläufigen Zahlen zunächst aus den Bundesländern gemeldet worden war. Den Angaben von Mittwoch zufolge kamen vergangenes Jahr 2719 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Es handelt sich weiterhin um den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren.

Den stärksten Rückgang im Vergleich zu 2019 verzeichnet die Statistik bei der Zahl der getöteten Autoinsassen mit einem Minus von 14,2 Prozent. Die Zahl der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger nahm um knapp 10 Prozent ab, bei den Radfahrerinnen und Radfahrern war der Rückgang mit 4,3 Prozent deutlich geringer. 73 Prozent der getöteten Fußgänger und 60 Prozent der getöteten Radfahrer starben 2020 innerorts. Knapp 90 Prozent aller getöteten Autoinsassen und mehr als 80 Prozent der getöteten Kraftradnutzerinnen und -nutzer kamen außerorts ums Leben.

Söder: Kurzer, konsequenter Lockdown, wenn alle Länder mitmachen

07:18
07.04.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält einen kurzen und konsequenten Lockdown nur dann für sinnvoll, wenn alle Bundesländer mitmachen. 

München/Berlin - Das sagte er am Mittwoch im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF. „Wenn das in Deutschland kreuz und quer geht, die einen machen so, die anderen machen so, dann wird es nicht funktionieren.“ Jedoch gebe es für einen kurzen, harten Lockdown gerade bei den SPD-geführten Ländern keine Unterstützung und auch einige CDU-Länder seien diesbezüglich zurückhaltend.

Söder warnte davor, in einen „Öffnungsblindflug“ zu starten. Gerade über Ostern habe man wieder gute Erfahrungen mit der nächtlichen Ausgangssperre gemacht, weil diese besonders die privaten Kontakte einschränke. Und diese seien eine der Hauptquellen für mögliche Ansteckungen. Testen alleine sei keine Lösung, sagte der CSU-Chef. „Wir müssen impfen, was das Zeug hält.“ Und das in Kombination mit Corona-„Notbremsen“ und dem Verzicht auf weitere Öffnungen.